Niederlage des TV Welling in der Rheinlandliga
Verbissen um den Sieg gekämpft
TV Welling - SG Gösenroth/Laufersweiler 30:34 (14:15)
Welling. Die Rheinlandliga-Handballer des TV Welling sind von ihrem Auswärtsspiel bei der SG Gösenroth/Laufersweiler mit einer 30:34 (14:15)-Niederlage zurückgekehrt. In einer verfahrenen und laut Wellings Spielertrainer Kai Schäfer auf schwachem Niveau stehenden Partie, fanden die Maifelder dabei nie zu der Konstanz, die notwendig gewesen wäre, um einen durchaus möglichen Punktgewinn auf dem Hunsrück einzufahren. Statt so abgeklärt, wie beim Auswärtssieg eine Woche zuvor in Bendorf zu agieren, ließen sie sich in ein Kampfspiel hineinziehen, in dem am Ende laut Schäfer „die Gösenrother einen Tick verbissener um den Sieg gekämpft haben als wir“. Ein Beleg dafür, dass es in Sohren mehr ums Zähne zeigen ging, als darum spielerischen Glanz zu verbreiten, war sicher auch die Strafzeitenbilanz. Bei sieben Zeitstrafen und zwei Roten Karten gegen die Gastgeber und sechs gegen Welling spielten beide Teams kaum einmal in Gleichzahl gegeneinander. Negativer Höhepunkt aus SG-Sicht war dabei die Rote Karte gegen Torjäger Anton Domaschenko, der kurz nach der Pause seinen Gegenspieler Florian Monschauer mit der Brust umstieß und für dieses Revanchefoul glatt rot sah, während Stefan Hermann wegen dreier Zeitstrafen disqualifiziert wurde. Für die Gastgeber war dies die kritischste Phase, nachdem sie in Durchgang eins zuvor im Grunde genommen meist leicht dominierten und bis zum 15:11 immer zwischen zwei und vier Toren vorne lagen. Dank der guten Leistung von Christan Esch im TV-Tor (Schäfer: „Er war heute unser Bester und hat konstant gut gehalten“) kamen die Maifelder unmittelbar vor der Pause wieder auf 14:15 ran. „Wir haben zweimal in Folge viel zu früh in Unterzahl den Abschluss gesucht und wurden dafür bestraft“, ärgerte sich darüber SG–Trainer Igor Domaschenko sehr.
TVW konnte in Führung gehen
Anschließend verlief die Partie dann bis lange Zeit ausgeglichen und Welling konnte nach einem 17:19-Rückstand beim 20:19 sogar erstmals selbst in Führung gehen. Nach den zwei Disqualifikationen schien die SG nun ohne Auswechselspieler auf die Verliererstraße einzubiegen. Aber es kam anders, als zu erwarten war. „Wir hatten gute Phasen, aber dann immer wieder auch welche mit unnötigen Fehlern. Es war ein wenig, wie bei der Niederlage in Bassenheim,“ sah Schäfer Parallelen zu jener Partie, in der er seinem Team auch keine gute Tagesform attestieren konnte. Bis zum 23:24 hielt Wellings knapper Vorsprung, der Sack wurde aber nicht zugemacht, weil einige Chancen überhastet vergeben wurden. Im Gegenteil: „Die Jungs haben dann auch clever gespielt“, lobte Domaschenko, der sich freuen konnte, dass seine „Jungs“ dann die Begegnung beim 26:24 vorentscheidend umbiegen konnten.
Am Ende wurde die Moral gebrochen
Angeführt vom elffachen Torschützen, Rückraumspieler Heinrich Löwen, setzten sich nun auch Florian Saam und Rechtsaußen David Scherschlicht in Szene. Am Ende brachen die Gastgeber dann die Moral der Gäste und zogen sogar noch auf vier Tore davon. Aufgebot des TV-Welling: Esch, S. Monschauer; Hürter (7/4), Schäfer (5), Orth (4), Schnor (4), Welsch (3), Gilles-Schulden (3), Lichtl (2), F Loos (1), Monschauer (1/1), Bolz und Schwarz.
