Lokalsport | 20.01.2015

Handball - TV Welling - Rheinlandliga

Welling knickt in der zweiten Halbzeit gegen Weibern ein

TuS Weibern - TV Welling 31:23 (14:13)

Welling. In der Handball-Rheinlandliga muss der TV Welling im Derby beim TuS Weibern am Ende einen klare 23:31 (13:14)-Niederlage hinnehmen. Die Maifelder hielten dabei zunächst bis zum 17:18 nach 35 Minuten mit, ehe sie zusehends abbauten und sich dann deutlich geschlagen geben mussten. Rund 200 Zuschauer sahen dabei ein bemerkenswert faires Spiel, für das der Begriff Lokalkampf nicht so recht passen wollte. Das Niveau der Begegnung beurteilten die Akteure hinterher unisono als eher mittelmäßig. Am drastischsten fiel dabei das Urteil von TV-Spieltertrainer Kai Schäfer aus. „Es war ein schwaches Derby in dem Weibern auch in der Höhe verdient gewonnen hat, denn der TuS war klar besser. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit ohne Gegenwehr ergeben, nachdem uns Tobi Arenz im Weiberner Tor den Zahn gezogen hat.“ Der angesprochene Arenz war im Duell starker Torhüter am Ende Sieger gegen den ebenfalls gut haltenden Sebastian Monschauer, nachdem er zwischen dem 19:17 und 27:19 kaum zu überwinden war. Neben ihm überragte Torsten Hühmann mit zehn Treffern, darunter dem Tor des Tages zum 30:22 den er per „Rückhand“ hinter dem eigenen Rücken erzielte. Als Hühmann zauberte“ waren die zumindest in Durchgang eins ordentlich mithaltenden Gäste bereits im Resignationsmodus. Auch wenn Schäfer etwas die mangelnde Gegenwehr monierte, so muss Welling zu Gute gehalten werden, dass der Kader deutlich dezimiert antrat. Ganze neun Feldspieler boten die Maifelder auf, während bei Weibern einige fragliche Akteure doch mitwirken konnten und Jan Reuland immerhin insgesamt 13 Akteure aufbieten konnte und „nur“ auf Moritz Dahm und Florian Bininda verzichten musste. Dennoch war auch er in der ersten Halbzeit alles andere als zufrieden. „Da waren wir was die Chancenverwertung betrifft fahrlässig und was das Herausspielen der Chancen betrifft viel zu unüberlegt. Wir haben planlos aus dem Rückraum geballert, statt über die Außen zu spielen“. Was hingegen von Anfang an gut funktionierte war die 6:0-Abwehrarbeit. „Unser Plan, Michael Kraus immer dorthin zu stellen, wo er Kai Schäfer decken konnte, hat gut funktioniert“, freute sich der TuS-Coach. Was dazu führte, dass die Gastgeber mit zunehmender Spielzeit immer häufiger über Außen trafen, insbesondere aber ihre gefürchteten Gegenstöße laufen konnten. Wellings Angreifer hingegen trafen nun in einer insgesamt von vielen Ballverlusten geprägten Partie meist die falschen Entscheidungen. Etliche Male wurde der besser postierte Mitspieler übersehen und Arenz zum Teil auch mit recht dankbaren Bällen immer stärker gemacht. „Dadurch haben wir nach einer ersten Halbzeit, die von uns grausam war, anschließend gut gespielt. Auch unser Rückraum ist dann zusehends besser geworden. Michael Nett ist am Ende regelrecht aufgewacht, lautete das Fazit von Weiberns Trainer Reuland der noch ein Sonderlob für das Heimspieldebüt von Max Adams auf der Spielmacherposition nachlegte. „Er hat mir gut gefallen“. Während Weibern am kommenden Wochenende gegen den Tabellenletzten Moselweiß Revanche für deren einzigen Punktgewinn ausgerechnet im Hinspiel nehmen kann, wird die Revanche für Wellings 30:31-Auftaktniederlage gegen Urmitz sicher deutlich schwerer werden. Dann wird ein Spieler definitiv nicht dabei sein: „Sven Schumacher hat uns mitgeteilt, dass er aus persönlichen Gründen nicht mehr für uns spielt. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen“, so Schäfer am Rande des Spiels gegen Weibern.

Es spielten: Basibüyük, S. Monschauer; Schäfer (5), Hürter (4), F. Monschauer (4/4), Mannheim (3), Orth (3), Westenburger (3), Lichtl (1), Gerner und Schwarz.

Vorschau: Am Sonntag, 25. Januar, um 17 Uhr, kommt es zum nächsten Derby Auswärts in Urmitz.

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