Deko-Markt Blotzki in Polch gibt es seit 30 Jahren -Anzeige
Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit
Polch. So richtig glauben kann es Inhaber Edmund Blotzki noch nicht: Der Deko-Markt Blotzki, mittlerweile im Polcher Industriegebiet in der August-Horch-Straße 9 untergebracht, feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Es handelt sich um einen Betrieb, der immer für seine Kunden da war. Das ist das Erfolgsgeheimnis.
Farben, Tapeten, Lacke, Bodenbeläge, Werkzeug mit Zubehör oder Computer-gesteuerte Farbmischanlagen - beim Deko-Markt Blotzki gibt es nichts, was es nicht gibt. Kein Wunder, dass mittlerweile über 1000 Kunden zur Stammkundschaft gehören. Sie kommen vom gesamten Maifeld, von der Mosel und aus dem Koblenzer Raum, „da kenne ich noch viele Leute von früher“, verdeutlicht der Inhaber. Edmund Blotzki, am 5. Oktober 1943 in Schwarzhof in Westpreußen geboren und seit 1950 in Polch sesshaft, absolvierte zunächst eine Lehre als Buchdrucker in Andernach. Erst 1970 wechselte er in die jetzige Branche, zwölf Jahre lang verdiente er in Koblenz sein Geld.
1982 begann Edmund Blotzki in Polch als Fußbodenverleger-Betrieb, 1984 eröffnete er in der Bahnhofstraße 13 den ersten Deko-Markt. Etwa 300 Quadratmeter groß, auf zwei Etagen, „weil es in Polch außer einem kleinen Farbengeschäft mit einer Größe von vielleicht 20 Quadratmetern nichts gab“, erinnert sich der 71-Jährige. Der Anfang war gemacht, die Erfolgsgeschichte nahm ihren Lauf. 1987 kam das Sporthaus Blotzki in der Gartenstraße hinzu, 1989 erfolgte der Umzug ins neue Industriegebiet. „Alles war zu eng geworden“, erklärt Blotzki, „ich musste expandieren. Und im Neubaugebiet lag noch alles brach, nur der Neukauf und die Fahrzeug-Lackiererei Gerardy hatten dort ihren Standort.“
Der Deko-Markt erstreckte sich fortan auf über 480 Quadratmeter, das Sportgeschäft auf immerhin 150 Quadratmeter. Als ihm 1992 „alles zu viel wurde“, schloss Blotzki das Sportgeschäft, vermietete die große Lagerhalle an einen Sanitärhandel und zog mit seinem Deko-Markt in die kleinere Halle um. „Die Lieferanten liefern mittlerweile von heute auf morgen“, so Blotzki, „da habe ich in einer so großen Lagerhalle keinen Sinn mehr gesehen.“ Getreu dem Motto: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
Die Nachfolge ist geregelt
Kürzertreten will Edmund Blotzki, dem die 71 Jahre nicht anzusehen sind, im nächsten Jahr: „Wenn meine Frau Helga in Rente geht, will ich auch öfter zu Hause sein. Ich habe ihr sehr viel zu verdanken. Dennoch gehe ich weiterhin mit viel Spaß und gern ins Geschäft.“ Doch das Feld ist bestellt: Durch Sohn Sascha (44), der seit 1987 im Betrieb ist und alle Abläufe bis ins letzte Detail kennt, ist die Nachfolge geregelt. „Wir haben lange Jahre darauf hingearbeitet, da mache ich mir keine Sorgen. Der Name bleibt erhalten, und auch die Stammkundschaft läuft nicht davon, da bin ich mir sicher“, macht sich Vater Edmund keine Gedanken über seinen Abschied auf Raten. In früheren Jahren war er tagsüber im Geschäft, abends übernahm er die Teppichverlegung sowie die Anstrich- und Tapezierarbeiten. Seit 15 Jahren steht er nun „nur“ noch hinter der Ladentheke, steht seinen Kunden montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr und samstags von 8.30 bis 12 Uhr mit Rat und Tat zur Seite. Und im Rahmen der Personalaufstockung hat er sogar noch einen Malermeister eingestellt.
Edmund Blotzki wird seine freie Zeit sicher nutzen, um sich um seine Ehefrau und seine vier Enkel zu kümmern. Und falls es ihm einmal langweilig werden sollte, wird er sicherlich beim Deko-Markt Blotzki mal nach dem Rechten schauen. Sohn Sascha wird es verschmerzen können. Und vielleicht in 30 Jahren auf den Spuren seines Vaters das 60-jährige Bestehen feiern können…
Edmund Blotzki in seinem Reich.
