Hildegard-Wanderung Rhein
Auf den Spuren von Hildegard von Bingen
aus Mayen
Mayen. 30 Wanderfreunde des Eifelvereins Mayen machten sich am Mittwoch, 22. Juli 2026, auf den Weg in den Bingener Wald, um die letzte Etappe des Hildegard-von-Bingen-Weges zu erkunden. Wanderführer Erich Maria Hübgen war eigens aus dem Saarland angereist, um die Gruppe auf dieser abwechslungsreichen Tour zu begleiten und ihr die Besonderheiten der Region näherzubringen.
Nach einer rund eineinhalbstündigen Busfahrt erreichten die Teilnehmer den Einstieg zur Steckeschlääferklamm. Von dort begann die etwa zehn Kilometer lange Wanderung Richtung Bingen. Die Klamm im Seitental des Morgenbaches wurde erst 1974 durch zahlreiche Holzstege für Wanderer erschlossen. Ihren Namen verdankt sie den „Steckeschlääfern“, einer Wandergruppe aus Weiler, die maßgeblich an der Erschließung beteiligt war.
Das wildromantische Tal beeindruckte mit seinen Bachläufen, Stegen und Felsformationen. Entlang des Weges sorgten kunstvoll geschnitzte Baumgesichter immer wieder für Überraschungen und heitere Gespräche. Während einer Rast vermittelte Erich Maria Hübgen interessante Informationen über das Leben und Wirken der heiligen Hildegard von Bingen, deren Heil- und Kräuterkunde bis heute große Beachtung findet.
Immer wieder eröffneten sich schöne Ausblicke auf das Rheintal. Ein besonderer Höhepunkt war die Mittagsrast an einem Aussichtspunkt mit herrlichem Blick auf den Rhein, den Mäuseturm und die Stadt Bingen. Gut gestärkt meisterte die Gruppe anschließend den anspruchsvollen Abstieg auf schmalen Pfaden.
Zum Abschluss brachte der Bus die Wanderer zum Hildegard-von-Bingen-Forum. Dort klang der erlebnisreiche Tag bei Pilgersuppe, Blechkuchen sowie Kaffee und kühlen Getränken in geselliger Runde aus. Gegen 17.30 Uhr trat die Gruppe die Heimreise nach Mayen an, bereichert um viele schöne Eindrücke einer gelungenen Wanderung.
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Die Wandergruppe am Damianskopf Foto: Norgart Gudat