Allgemeine Berichte | 09.02.2015

Neues Wohnen Rheinland-Pfalz

Aufbau von Wohn-Pflege-Gemeinschaften in zehn weiteren Gemeinden

„Wohnpunkt RLP“ leistet Unterstützung

Mainz. Mit „WohnPunkt RLP“ unterstützt das Land gezielt kleine Gemeinden beim Aufbau von betreuten Wohngruppen und selbst organisierten Wohngemeinschaften für ältere und pflegebedürftige Menschen. Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und der Geschäftsführer der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. Dr. Matthias Krell gaben heute den Startschuss für zehn neue Projekte.

„Ich freue mich, dass wir mit ‚WohnPunkt RLP‘ nun bereits 15 kleine Dörfer im ländlichen Raum begleiten“, betonte die Ministerin. „Es ist toll, dass so ein reges Interesse an neuen gemeinschaftlichen Wohnformen für ein gutes Leben im Alter herrscht. Die Menschen in Rheinland-Pfalz sollen auch im hohen Alter oder bei Pflegebedarf dort wohnen und leben bleiben können, wo Ihre Nachbarn, Freunde oder Verwandten leben, wo sie sich gut und sicher fühlen und ein vertrautes Wohnumfeld haben. Deswegen brauchen wir gerade im ländlichen Raum mehr ortsnahe Alternativen zwischen häuslicher und stationärer Pflege. Wer im Alter pflegebedürftig wird, soll die Wahl haben und im gewohnten Umfeld bleiben können – wenn er dies wünscht.“

In jeder der WohnPunkt-Kommunen erarbeiten Projekttandems aus kommunalen Projektverantwortlichen und festen „WohnPunkt RLP“-Ansprechpartnern systematisch passende Lösungen zu den konkreten Fragestellungen vor Ort. Bei der aktuellen Bewerbungsrunde interessierten sich fast 40 Kommunen aus allen Teilen des Landes für das Angebot. Davon reichten mehr als 20 Kommunen eine Bewerbung ein. Projektträger ist die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG).

„WohnPunkt RLP“ wird vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie als Teilprojekt des Zukunftsprogramms „Gesundheit und Pflege - 2020“ finanziert. Für die Laufzeit von Mitte 2014 bis Ende 2015 wurden insgesamt 329.000 Euro für „WohnPunkt RLP“ bewilligt.

Die rege Nachfrage für ‚WohnPunkt RLP‘ zeige, dass gerade im ländlichen Raum solche Wohnangebote geplant werden und dass gerade kleine Kommunen bereit sind, eine größere Rolle bei der Sicherstellung der pflegerischen Versorgung vor Ort zu übernehmen, so die Ministerin. Damit noch mehr Kommunen davon profitieren können, prüfe die Landesregierung derzeit, wie das Projekt auch 2016 und darüber hinaus fortgeführt werden könne.

Seit dem Projektstart im vergangenen Jahr ist in den ersten fünf Kommunen, die bereits im Herbst ausgewählt wurden, schon viel passiert. Zahlreiche Gespräche mit Dienstleistern, Investoren und Behörden wurden geführt, Konzepte und Baupläne aufeinander abgestimmt und erste Umbaumaßnahmen begonnen. „Mit dem Projekt wird ganz praktisch ein Weg aufgezeigt, wie kommunale Daseinsvorsorge in den kleinen Kommunen in Rheinland-Pfalz gestaltet werden kann“, so der Geschäftsführer der LZG, Dr. Matthias Krell. Er lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Ehrenamtlichen, Dienstleistern und Behörden, die gemeinsam auf ein gutes Ziel hinarbeiten. „Wohngemeinschaften bieten älteren Menschen die Möglichkeit, an der Alltagsgestaltung mitzuwirken, selbst Aufgaben zu übernehmen und sich als Teil einer Gemeinschaft zu erleben. Das erhält nicht nur die Aktivität, sondern wirkt sich auch positiv auf die erlebte Sinnhaftigkeit und die Lebenszufriedenheit aus. Die Arbeit der LZG in diesem Projekt ist daher als Beitrag zur Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen zu verstehen“, betonte Dr. Krell.

Auch vielen anderen Initiativen für alternative Wohnformen bietet das Land Unterstützung und Beratung. In Rheinland-Pfalz gibt es bereits über 100 bestehende Projekte im Bereich des gemeinschaftlichen Wohnens.

Zentrale Anlaufstelle für die Beratung zu gemeinschaftlichem Wohnen, Wohnen im Alter und Pflegewohnen ist seit Januar 2015 die Landesberatungsstelle ‚Neues Wohnen Rheinland-Pfalz‘. Auch ‚WohnPunkt RLP‘ arbeitet unter diesem Dach und wird Erfahrungen liefern, von denen andere Vorhaben profitieren können.

Die 10 neuen WohnPunkt-RLP-Modellkommunen sind:

Altendiez (VG Diez, Rhein-Lahn Kreis), Neuburg (VG Hagenbach, Landkreis Germersheim), Oberelbert (VG Montabaur, Westerwaldkreis), Ettringen (VG Vordereifel, Landkreis Mayen-Koblenz), Greimersburg (VG Cochem, Landkreis Cochem-Zell), Nußbaum (VG Bad Sobernheim, Landkreis Bad Kreuznach), Feilbingert (VG Bad Münster am Stein-Ebernburg, Landkreis BadKreuznach), Herschberg (VG Thaleischweiler-Fröschen, Landkreis Südwestpfalz), Bruchweiler (VG Herrstein, Landkreis Birkenfeld), Gossersweiler-Stein (VG Annweiler am Trifels, Landkreis Südliche Wein-straße).

In diesen Dörfern ist WohnPunkt RLP seit Herbst 2014 aktiv:

Rengsdorf (VG Rengsdorf, LK Neuwied), Merkelbach (VG Hachenburg, Westerwaldkreis, Minfeld (VG Kandel, LK Germersheim), Großsteinhausen (VG Zweibrücken-Land, LK Südwestpfalz), Gemeinsames Vorhaben der Ortsgemeinden Biebern, Fronhofen, Nannhausen, Reich und Wüschheim (VZ Simmern, Rhein-Hunsrück-Kreis).

Weitere Informationen auf www.WohnPunkt-RLP.de und www.gp2020.rlp.de

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