Lokalsport | 16.03.2014

Laufgemeinschaft Laacher See

Christoph Mintgen nahm erfolgreich am ersten „Jokertrail“ teil

Christoph Mintgen beim Jokertrail in Heidelberg. privat

Heidelberg. Über 95 Prozent Finisherquote und bestes Wetter sorgten für tolle Ausblicke auf Heidelberg und beste Bodenverhältnisse auf den Trails im Odenwald. Dieses herrliche Panorama durfte Christoph Mintgen beim Trailmarathon über 53 Kilometer und 2.300 Höhenmeter genießen.

Um eine ungefähre Vorstellung von der Strecke zu haben, ein paar Erläuterungen: 15 Prozent Asphalt, 40 Prozent Wald- und Wirtschaftswege, 35 Prozent Pfade und 10 Prozent Schotterwege bzw. wegloses Gelände waren zu absolvieren. Anhand des Höhenprofils war zu erkennen, dass die meisten Bergauf-Höhenmeter auf der ersten Streckenhälfte zu absolvieren waren und somit eine gute Krafteinteilung erforderlich war. Vier Versorgungsstellen (bei Kilometer elf, 21, 28 und 45) sorgten für ausreichend Getränke und Stärkung für den nächsten Streckenabschnitt.

Nach den ersten sieben Kilometern führte der Weg kurz hinter Dossenheim zum Waldparkplatz „Turnerbrunnen“, danach zum Wegkreuzung „Zollstock“ (380 Meter) in Richtung Neckartal nach Heidelberg. Laubbedeckte, steil abfallende Trails ließen die Oberschenkel von Christoph Mintgen zum ersten Mal testen, ob er genügend trainiert hatte, bevor er den Philosophenweg erreichte. Nicht lange hatten die Sportler eine schöne Aussicht auf Heidelberg und das Neckartel, denn schon bog die Strecke erneut talwärts über eine Steintreppe und einen steil abfallenden Pflasterweg mit hohen Mauern ab. Am Ufer ging es knapp einen Kilometer flussaufwärts, bevor über die Brücke die Neckarseite gewechselt werden musste. Vorbei am „Karlstor“ begann der steile Aufstieg zum Schloss, um die „Himmelsleiter“ in voller Länge Stufe für Stufe zu besteigen. Die „Himmelsleiter“ führt über 1.200 ungleiche hohe Blocksteinstufen auf den 568 Meter hohen „Königsstuhl“, der wiederum eine tolle Aussicht in die Rheinebene bot. Dort oben war auch die erste Verpflegungsstelle. Nun ging es auf wunderschönen Wegen weiter zum „Felsenmeer“, eine Ansammlung von riesigen, moosbedeckten Steinbrocken.

An Schlierbach vorbei und nach nunmehr 20 Kilometern erreichten die Sportler Ziegelhausen. Bei der zweiten Verpflegungsstation gab es Gelegenheit, die Energie vom kräfteraubenden Auf- und Abstieg zum „Königsstuhl“ aufzufüllen und für den nächsten Streckenabschnitt zu stärken. Erneut ging es steil bergauf vorbei an den Wegkreuzungen „Tanzplatz“ und „Münchelbrunnen“, an denen die GPS-Streckenaufzeichnung den richtigen Weg zeigte. Dort gab es die ersten Streckenabschnitte auf kaum erkennbaren bzw. zugewachsenen Trails. Dann ging es weiter auf breiten Waldwegen am „Siebenbrunnen“ vorbei. Immer wieder wechselte die Strecke auf wegloses Gelände und war fast nur mit dem GPS auszumachen.

Durch Gestrüpp und über quer liegendes Gehölz ging es nur noch langsam voran, bis zur Wegkreuzung „Holzapfelbaum“ (505 Meter). Am „langen Kirschbaum“ war eine dritte Verpflegung eingerichtet. Die nun folgenden 16 Kilometer brachte die Aktiven durch Wilhelmsfeld und Altenbach wieder zurück zum Waldparkplatz „Langer Kirschbaum“ (vierte Versorgungsstelle). Auf Wanderpfaden und Waldwegen ging es entlang kleiner, idyllischer Bachläufe, durch Wälder an Lichtungen vorbei. Auch dort zeigte der GPS-Track nicht immer die genaue Position, was wohl am schlechten GPS-Empfang lag.

Zurück am „Langen Kirschbaum“, trennten sie noch etwa acht Kilometer vom Ziel in Dossenheim. Über breite Waldwege ging es am Wilhelmsfelder Eck vorbei zum „Weissen Stein“ (548 Meter) mit dem 20 Meter hohen Aussichtsturm und der gleichnamigen Gaststätte. Der nun folgende Abstieg war erneut auf einem wunderschönen Wald- und Wurzeltrail, der immer wieder die breiten Wege querte. Der finale Abstieg forderte noch einmal bis aufs Letzte, denn der anspruchsvolle Pfad, nur knapp einen Kilometer lang, bestand aus losem Grobschotter und war von Dornengestrüpp gesäumt. Langsam und bedacht wurde jeder Schritt gesetzt, um nicht umzuknicken oder gar zu stürzen. Bald war auch dieses Stück gemeistert und die ersten Häuser von Dossenheim waren erreicht. Bis zum Hotel „Goldener Hirsch“ ging es auf der Hauptstraße nur noch geradeaus. Die ersten Läufer hatten schon ihr Ziel erreicht und begrüßten ihre Sportkameraden.

Stefan Helbig und Michael Arend waren die Sieger des „Joker Ultra Trail“. Gemeinsam finishten sie den Trail in 5:35 Stunden. Auf den dritten Platz lief Jens Meyer in einer Zeit von 5:46 Stunden. Christoph erreichte exakt nach 8:00 Stunden das Ziel und wurde somit 31. von 47 Plätzen. Es wird eine nächste Auflage in 2015 geben - es ist damit zu rechnen, dass diese dann winterlicher ausfallen kann.

Termine des Lauftreffs

Montag, 18 Uhr: Bahntraining auf dem ehemaligen Heeresflugplatz in Mendig.

Dienstag, 18.15 Uhr Treffen in Mendig, Kreissporthalle Fallerstraße.

19.45 UhrFunktionelle Gymnastik in Mendig.

Donnerstag, 18.30 Uhr Treffen in Mayen, Radweg, Parkplatz am Lichtblitz/Ostbahnhof.

Samstag, 14 UhrTreffen am Laacher See, Klosterparkplatz. Am 1. Mai findet der Lohners Vulkanhalbmarathon „Laufen und Walken für die ganz Familie“ statt.

Weitere Informationen unter www.lglaachersee.de.

Christoph Mintgen beim Jokertrail in Heidelberg. Foto: privat

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