Fußball-Rheinlandpokal, erste Runde
Die Eintracht ist nur noch Zuschauer
aus Kottenheim
SV Mendig unterlag beim Klassenkonkurrenten SV Oberzissen mit 0:3 (0:2)
Oberzissen. Die erste Runde um den Fußball-Rheinlandpokal war für Rheinlandliga-Absteiger SV Eintracht Mendig schon die Endstation: Das Team von Spielertrainer Damir Mrkalj unterlag beim Klassenkonkurrenten SV Oberzissen nach einer blutleeren Vorstellung mit 0:3 (0:2) und schied damit aus dem Wettbewerb aus.
„Ob du mit diesem Kader eine Doppelbesetzung brauchst, ist fragwürdig. Natürlich wären wir gern weitergekommen. Es ist vielleicht besser so, um es mal vorsichtig zu formulieren. Deshalb geht es auch so in Ordnung, auch mit Blick auf das erste Meisterschaftsspiel gegen Rübenach“, erklärte Mrkalj nach deprimierenden 90 Minuten.
Mrkalj selbst musste sich nach gerade einmal acht Minuten selbst auswechseln, eine Adduktorenverletzung machte ein Weiterspielen unmöglich. „Momentan fühlt es sich sehr, sehr schlecht an. Nicht nur für die nächste Woche, sondern auch für die Zukunft“, stellte der Spielertrainer eine erste Diagnose. Milan Rawert, eine der vier Leihgaben der Reserve, hatte 60 Sekunden später die große Möglichkeit, die Führung zu erzielen, doch er vergab aus kurzer Distanz. „Bei einer solchen Kadersituation ist es naturgemäß sehr schwierig, in Oberzissen zu bestehen“, zeigte sich Mrkalj als fairer Verlierer.
Jordi Frohn erzielte nach exakt 20 Minuten per Kopfball das 1:0 (20.), nachdem Eintracht-Schlussmann Nico Fogolin eine Ecke im 90-Grad-Winkel in den Himmel geboxt hatte. Beim 2:0 unterlief Joel Maas ein Abspielfehler im Aufbau, Maicol Oligschläger erhöhte mit einem Lupfer über Fogolin hinweg auf 2:0 (33.). Spätestens mit dem 3:0 durch Jannik Schneider (62.) war die Messe endgültig gelesen. „Rawert war der beste Akteur auf dem Platz“, meinte Mrkalj. „Das ist für uns aber nur ein schwacher Trost. Für uns ging es nur noch darum, die Niederlage in Grenzen zu halten. Durch die Verstärkung aus der zweiten Mannschaft konnten wir wenigstens manierlich antreten.“
SV Oberzissen: Lucas Tietz, Jonas Welter, John Marc Schneider, Nils Schöning, Jannik Schneider, Mustafa Madanoglu (72. Ben Goebel), Jordi Frohn, Philipp Bombach (71. Philipp Pohl), Albijon Bajramaj (84. Valentin Bürger), Maximilian Lochner (46. Luca Baltes), Maicol Oligschläger (85. Tobias Höper).
SV Eintracht Mendig: Nico Fogolin, Arijan Alija (65. Robin Rohr), Michael Koch, Marius Wingenbach (78. Noah Rauschning), Damir Mrkalj (8. Dejan Mijackovic), Brice Braquin, Melih Taha Begen (65. David Meier), Adrian Medic, Joes Maas (80. Joshua Böttcher), Alexej Eberhardt, Milan Rawert.
Schiedsrichter: Manuel Mück (Koblenz).
Zuschauer: 228.
Tore: 1:0 Jordi Frohn (20.), 2:0 Maicol Oligschläger (33.), 3:0 Jannik Schneider (62.). (SK)
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Auch Eintracht-Torhüter Nico Fogolin hatte in Oberzissen nicht seinen besten Tag erwischt. Foto: Stefan Schmitz