Unfallkasse unterstützt mit Ausbildungsmaterialien
Die Motorsäge ist bei der Feuerwehr ein Rettungsgerät
Eine umfangreiche Ausbildung ist Voraussetzung für sicheres Arbeiten
Rheinland-Pfalz/Andernach. „Die Ausbildung von Motorsägenführern ist für die freiwilligen Feuerwehren in vielerlei Hinsicht stets ein aktuelles und wichtiges Thema“, sagte Vizepräsident Peter Gerhards vom Landesfeuerwehrverband (LFV) anlässlich einer Tagung, zu der die Unfallkasse Rheinland-Pfalz jetzt Multiplikatoren nach Andernach eingeladen hatte. Rund 50.000 aktive Feuerwehrleute sind bei der Unfallkasse Rheinland-Pfalz gesetzlich unfallversichert. Von großer Bedeutung innerhalb der Präventionsarbeit sind für sie die Sicherheit und der Gesundheitsschutz der Aktiven bei Einsatz und Übung. „Wir freuen uns über die vielfältige Unterstützung durch die Unfallkasse, wenn es um den Schutz unserer Feuerwehrleute geht“, dankten Vizepräsident Peter Gerhards sowie Ralf Felix Kespe, Leiter im LFV-Referat Motorsägenführerausbildung, bei der Übergabe von Anschauungs- und Ausbildungsmaterialien. Dave Paulissen und Peter Schnalke von der Unfallkasse erläuterten Details. „Welche persönliche Schutzausrüstung tragen Sie beim Rettungseinsatz mit der Motorsäge, worauf kommt es dabei an?“, fragte Peter Schnalke die Teilnehmer. Seine Ausführungen veranschaulichte Marco Reetz, Landesforsten Rheinland-Pfalz, in seinem Praxisteil mit dem Tragen seiner persönlichen Schutzausrüstung. Nach Tipps zum richtigen Ketteninstandsetzen dokumentierte der Fachmann Gefahren und kritische Ergebnisse bei typischen Schärffehlern. Bei seinen Vorführungen mit Motorsägen, deren Ketten teils mangelhaft geschärft waren und entsprechend unterschiedlich reagierten, machte Marco Reetz deutlich, wie der Motorsägenführer gefährdet werden kann. Weitere Augenmerke richteten die Präventionsfachleute auf die Ladungssicherung und den Umgang mit Sonderkraftstoffen. Wertvolle Hilfe und Hinweise zur Durchführung von Motorsägenlehrgängen gab Referent Thomas Kohlenbeck, Kreisfeuerwehrverband Westerwald.
Motorsäge oder Rettungssäge
Tobias Befard von der Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule (LFKS) erklärte den Unterschied in der Handhabe und Anwendung der feuerwehrspezifischen Rettungssäge. Diese ist mit einer besonders gehärteten Kette sowie mit einem Tiefenbegrenzer ausgestattet. Die Rettungssäge dient im Feuerwehreinsatz dazu, Zugänge oder Belüftungsöffnungen zu schaffen und kann gegenüber der Motorsäge also ohne Weiteres auch Dachbinder mit Nägeln oder Bleche zerschneiden.
Präventions-Kampagne
Eingehend auf die Kampagne „Denk an mich. Dein Rücken“ richteten Dave Paulissen und Peter Schnalke an die Zuhörer den Appell, häufiger an den eigenen Rücken zu denken. „Denn jeder Einsatz geht in die Knochen“, mit diesem Aufruf stellte er das bundesweit zur Kampagne herausgegebene Feuerwehr-Plakat und informierende Broschüren vor. Häufig gestellte Fragen zum Thema beantwortet die Unfallkasse im Info-Blatt „Einsatz der Rettungssäge bei der Feuerwehr“ unter www.ukrlp.de.
Bei seinen Vorführungen mit Motorsägen, deren Ketten teils mangelhaft geschärft waren und entsprechend unterschiedlich reagierten, machte Marco Reetz, Landesforsten Rheinland-Pfalz, deutlich, welchen Gefahren Motorsägenführer ausgesetzt sind.
Die Vertreter der Feuerwehren lobten die Unfallkasse für die vielfältige Unterstützung und insbesondere für die neuen Anschauungs- und Ausbildungsmaterialien. (v.l.) Ralf Felix Kespe, Leiter im LFV-Referat Motorsägenführerausbildung, Dave Paulissen und Peter Schnalke von der Unfallkasse, Vizepräsident Peter Gerhards vom LFV. Fotos: Privat
