Allgemeine Berichte | 07.10.2013

Großes Konzert in der Clemenskirche von Mayen und in Bendorf-Sayn

Ein Klangerlebnis in A- und D-Dur

Musici di Sayn und ensemble polyphon boten zwei gelungene Aufführungen in Mayen und Bendorf-Sayn

Musici di Sayn und das ensemble polyphon wussten das Publikum zu begeistern. Privat

Mayen/Bendorf-Sayn. Gleich zweimal war ein herausragendes, groß besetztes Konzert zu hören, in der Clemenskirche von Mayen und in Bendorf-Sayn.

Während in der Abteikirche Sayn über 80 Zuhörer gekommen waren, muss es sich in Mayen noch herumsprechen, was versäumt wird, wenn das Ensemble Musici di Sayn zum Konzert einlädt. Auch die 50 Zuhörer in Mayen erlebten einen hoch konzentrierten Chor, den Konzertchor ensemble polyphon, unter der Leitung von Werner Ciba und die Profimusiker um Professor Johannes Geffert am Cembalo, Professor für Orgel und Improvisation an der Hochschule für Musik in Köln. Das Ensemble Musici di Sayn bilden außerdem Ulrike Friedrich, Traversflöte, Hendrike Steinebach und Robert Mang, Violinen, Friederike Trove, Viola, Bettina Hagedorn, Violincello, und Andrejs Karpusins, Kontrabass.

Da Johannes Trümpler aus Maria Laach, der eigentlich das zweite Cembalo spielen sollte, bei den Aufführungen in Mayen und Bendorf-Sayn leider verhindert war, wurde gleich zu Beginn vom Konzert in C-Dur zu einem Konzert in A-Dur, für ein Cembalo und Streicher von Johann Sebastian Bach, gewechselt.

„Höhepunkte aus dem Schaffen Johann Sebastian Bachs“ standen im Zentrum beider Konzertereignisse, so auch die Motette „Komm, Jesu, komm“ für Doppelchor und Continuo (BWV 229), die vom Konzertchor ensemble polyphon kraft- und seelenvoll, voller Himmelssehnsucht dargeboten wurde: „Komm, Jesu, komm, mein Leib ist müde, die Kraft verschwindet, je mehr und mehr, ich sehne mich nach deinem Friede“. Dabei war es hilfreich, dass der gesungene Text, von Paul Thymich (1684 / 1697), im Programm mitverfolgt werden konnte.

Prachtvoll auch das brandenburgische Konzert Nummer 5 in D-Dur, bei dem die Fans des Ensembles Musici di Sayn voll auf ihre Kosten kamen. Auch diesmal verstand es die Gruppe um Johannes Geffert, bei aller Strahlkraft dieses Bachchen Werkes die zarten Zwischentöne und den starken Rhythmus herauszuarbeiten, sodass die bekannten drei Sätze, Allegro, Affettuoso, Allegro, neu erfahrbar waren. Zum Abschluss beschenkt das junge ensemble polyphon um Dirigent Werner Ciba das Publikum noch einmal, diesmal mit der Bach-Motette „Singet dem Herrn ein neues Lied“ (BWV 225) für zwei vierstimmige Chöre und Basso continuo. Die lange Pause vor dem tosenden Applaus zeigte, wie sehr die Zuhörer vom gesungenen Bekenntnis in Musik mit dem Psalm 150 und dem tröstlichen Text von Johann Gramann (1530) ergriffen waren: „Wie sich ein Vater erbarmet über seine junge Kinderlein, so tut der Herr uns allen, so wir ihn kindlich fürchten rein.“

Zwei gelungene Aufführungen in Mayen und Bendorf-Sayn mit zwei herausragenden Protagonisten: die Gruppe Musici di Sayn und das ensemble polyphon.

Freunde der klassischen Musik können sich auf den Dienstag, 31. Dezember freuen. Dann lädt das Ensemble Musici di Sayn wieder um 20 Uhr zum traditionellen Silvesterkonzert in die Abteikirche Bendorf Sayn ein. Weitere Informationen unter der Tel. (0 26 31) 5 88 44.

Musici di Sayn und das ensemble polyphon wussten das Publikum zu begeistern. Foto: Privat

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