Frauenselbsthilfegruppe nach Krebs trifft sich zur Bundestagung
Ein offenes Ohr hat hier jeder
Mayen. Wer an Krebs erkrankt ist, braucht ein starkes Netz, das ihn auffängt. Für viele Betroffenen ist das die Frauenselbsthilfe nach Krebs, kurz FSH, die im gesamten Bundesgebiet Selbsthilfegruppen für Betroffene und deren Angehörigen anbietet. Neulich trafen sich die Teams aus ganz Deutschland zu ihrer Bundestagung in Magdeburg um sich untereinander auszutauschen, Aktuelles aus der Forschung zu erfahren und an Workshops teilzunehmen. Ein zentrales Thema wird in diesem Jahr die Neuausrichtung des Verbandes sein. Unter dem Motto: „Projekt 2010“, diskutieren die Mitglieder geeignete Maßnahmen um die nun bald 40-jährige Organisation zu modernisieren und fit für die Zukunft zu machen. “Die Selbsthilfe stellt für viele Betroffene eine sehr wichtige Stütze in schwierigen Zeiten“, so Karin Meißler, Bundesvorsitzende der FSH. Den medizinischen Schwerpunkt der Tagung bildet die Knochengesundheit. „Was viele nicht wissen, ist das Krebstherapien die Knochenstruktur schädigen können“, erläuterte Helga Holletzek, Leiterin der Gruppe in Mayen. Auf dem Kongress erhalten die Teilnehmer aktuelle Informationen zum Thema aus erster Hand und können den Experten Fragen stellen. Außerdem gibt es Vorträge zu psychologischen Themen wie zum Beispiel dem Umgang mit der Angst, sowie die Fachvorträge ist den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Tagung das Gefühl einer großen Gemeinschaft anzugehören. Menschen mit einer Krebserkrankung, die die Frauenselbsthilfe kennenlernen möchten, können jederzeit zu einem Treffen der Gruppe Mayen kommen.
Teilnahme und Termine
Die Teilnahme ist kostenfrei und unverbindlich. Getroffen wird sich am Mittwoch, 9. September um 19 Uhr in Mayen St. Elisabeth Krankenhaus in der Kapelle. Die Nachmittagsgruppe trifft sich am Donnerstag, 10. September um 13:30 Uhr in Mayen am Schützenplatz zum Wandern. Kontaktadresse: Helga Holletzek, Tel. (0 26 51) 4 12 98 oder Monika Ackermann, Tel. (0 26 55) 10 62. Die Frauenselbsthilfe nach Krebs ist eine der größten und ältesten Krebs-Selbsthilfeorganisation in Deutschland. Sie verfügt bundesweit über ein dichtes Netz an regionale Gruppen. Die Gruppentreffen stehen allen Menschen offen, die an Krebs erkrankt sind und auch deren Angehörigen.
