Fußball-Bezirksliga Mitte, 27. Spieltag
„Es war ein enttäuschender Tag für uns alle“
aus Kottenheim
Beim 2:2 (1:1) zwischen dem TuS Mayen und dem SV Anadolu Spor Koblenz rückte die Polizei aus
Mayen. Nach dem 27. Spieltag der Fußball-Bezirksliga Mitte beträgt der Abstand zwischen Spitzenreiter SV Untermosel Kobern-Gondorf und dem Tabellenzweiten TuS Mayen weiterhin fünf Punkte. Der Verfolger aus der Eifel kam am Samstagnachmittag im Skandalspiel gegen den SV Anadolu Spor Koblenz nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus. Einen Tag später mussten sich die Moselaner bei der SG Mörschbach mit einem 3:3 (2:1) zufriedengeben. Am kommenden Sonntag, 10. Mai, steigt um 15 Uhr auf dem Kunstrasenplatz „Im Spreen“ in Kobern-Gondorf das Gipfeltreffen zwischen dem SV Untermosel und dem TuS Mayen.
„Bis zur ersten Gelb-Roten Karte war es ein ganz normales Fußballballspiel, doch danach hat sich natürlich alles geändert. Fußball wurde ab der 65. Minute nicht mehr gespielt, es gab nur noch Unterbrechungen, der Ball lief nicht mehr. Es folgten weitere Rote und Gelb-Rote Karten gegen Trainer, Spieler und Vorstandsmitglieder von Anadolu“, blickte TuS-Trainer Marc Steil zurück. „Vielleicht hat der Schiedsrichter die ein oder andere Karte zu früh gezogen. Das muss der Unparteiische ja für sich selbst entscheiden. Ich kann aber überhaupt nicht nachvollziehen, warum uns der Verband für eine solche Partie kein Gespann abstellt. Sechs Augen sehen mehr als zwei. Dann wäre es auch einfacher gewesen für den Mann in Schwarz. Es war sehr schade, vor allem für den Fußball. Nicht gut und nicht schön. Ich denke, dass da mehrere Parteien ihren Anteil dazu beigetragen haben.“
Nach der frühen Führung durch Artur Kurogjan (16.) schlich sich bei den Hausherren der Schlendrian ein. Viele Ballverluste prägten das Geschehen, Mayen war sehr ungenau, ab Minute 20 lief kaum etwas zusammen. Der 1:1-Ausgleich durch Silvio Golz (39.) war nicht einmal unverdient. Im zweiten Abschnitt übernahmen die Gastgeber das Kommando, mussten aber durch einen Sonntagsschuss von Besnik Mamuti den 1:2-Rückstand schlucken (55.). In der fünften Minute der Nachspielzeit rettete Kaan Öztürk zumindest einen Punkt.
„Ab Minute 65 muss ich bewertungsfrei bleiben. Die Nettospielzeit betrug vielleicht zehn oder 15 Minuten. Die Nachspielzeit hat überhaupt nicht gepasst, es hätten 18, 19 oder 20 Minuten draufgepackt werden müssen. Der Gegner hat sieben oder acht Leute auf dem Platz, für die kann jede Minute oder jede Sekunde wertvoll sein“, so Steil. „Es war ein enttäuschender Tag, für uns und vor allem für den Fußball.“ TuS-Vorsitzender Wolfgang Treis hatte in der Schlussphase der Begegnung die Polizei alarmieren müssen. Die raste mit drei Streifenwagen und fünf Beamten plus Diensthund ins Nettetal. Nach Aussage von Schatzmeister Jürgen Hilse suchte die Polizei mit Hund die Kabine der Gäste auf und fand zwei beschädigte Türen vor.
TuS Mayen: Dominik Klein, Tyler Öztürk (46. Walid Hanioui), Tim Oliver Gilles, Tim Krechel, Majdi Mahmud, Leon Kohlhaas, Fabian Müllen, Tim Feiler (87. Calvin Müller, Kaan Öztürk, Artur Kurogjan (87. Leonid Neumann), Mohamad Dido (46. Luca Kohl).
SV Anadolu Spor Koblenz: Alper Yücel, Silvio Golz, Volkan Karaman, Edis Ramovic (90. + 4 Mumin Aga), Fatos Xhaferi, Andi Brahaj, Mazlum Sari, Besnik Mamuti, Durim Jusufi, Dzenis Ramovic, Armin Jusufi.
Schiedsrichter: Adrian Seide (Wittlich).
Zuschauer: 250.
Torfolge: 1:0 Artur Kurogjan (16.), 1:1 Silvio Golz (39.), 1:2 Besnik Mamuti (55.), 2:2 Kaan Öztürk (90. + 5).
Nächste Aufgabe für den TuS Mayen: am Sonntag, 10. Mai, um 15 Uhr beim SV Untermosel Kobern-Gondorf.
Nächste Aufgabe für den SV Anadolu Spor Koblenz: am Sonntag, 10. Mai, um 15 Uhr gegen die SG Augst. (SK)
