Gemeinschaftliche Übung der Feuerwehren Ettringen und Sankt Johann
Feuer im Heuboden
St. Johann. Kürzlich wurden die Feuerwehren Sankt Johann und Ettringen sowie die Führungsstaffel der Verbandsgemeinde Vordereifel zu einer gemeldeten „starken Rauchentwicklung“ in die Ettringer Straße, Ortseingang Sankt Johann alarmiert. Die Kameraden aus Sankt Johann rückten umgehend mit einer Staffelbesatzung (1/5) im Tragkraftspritzenfahrzeug – Wasser (TSF-W) zum Einsatzobjekt, den Stallungen auf dem Anwesen der Familie Wirths aus. Im Bereich des Heubodens war eine Lüftungsanlage heiß gelaufen und hatte aufgrund der Brandlast zu einem Dachstuhlbrand geführt. Ein Bediensteter der Familie Wirths war nach einem Löschversuch nicht wieder aus dem betroffenen Gebäudeteil zurückgekehrt - soweit die angenommene Übungslage.
Nach Eintreffen am Übungsobjekt und erster Erkundung auf Sicht, stellte die Feuerwehr Sankt Johann zunächst die eigene Wasserversorgung her und bildete eine Riegelstellung um angrenzende Gebäudeteile zu schützen. Die kurze Zeit später eintreffende Feuerwehr Ettringen teilte Ihre Mannschaft auf, sodass die Gruppe des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges (HLF) die Menschenrettung im Inneren des Gebäudes mit insgesamt zwei Trupps unter Atemschutz durchführen konnte. Im Außenbereich stand ein Sicherheitstrupp zum sofortigen Eingreifen bereit, sollte einer der beiden Trupps im Inneren verunfallen. Die Mannschaft des Tanklöschfahrzeuges (TLF), ergänzt um das Personal des Mannschaftstransportfahrzeuges (MTF), stellte mittels des auf dem Mehrzweckanhänger (MZA) verlasteten Schlauchcontainer die Wasserversorgung zu den beiden Löschfahrzeugen der Feuerwehr Ettringen her und sicherte die Einsatzstelle sowie die Wasserentnahmestelle gegen den fließenden Verkehr. Weiterhin nahm man mittels des Wasserwerfers des TLF einen Außenangriff auf das brennende Dach vor. Auch der Einsatzleitwagen (ELW) mit der Führungsstaffel der VG-Vordereifel um den stellv. Wehrleiter Peter Ott und Zugführer Dirk Lanz war in die Übung mit eingebunden. Als „Einsatzzentrale am Ort“ liefen hier alle Informationen zusammen und somit konnten weitere Schritte durch das speziell geschulte Personal eingeleitet werden. Die insgesamt 41 Übungsteilnehmer konnten mit der gezeigten Leistung sehr zufrieden sein, was auch in den positiven Bewertungen der anwesenden Führungskräfte zum Ausdruck kam. Ziel der gemeinsamen Übung war die ortsübergreifende Zusammenarbeit der Feuerwehren zu verbessern, um bei größeren Schadenslagen schnell und Hand in Hand reagieren zu können. Weiterhin konnten hilfreiche Rückschlüsse über die Wasserversorgung der vorhandenen Unterflurhydranten gezogen werden. Diese Thematik wird in den nächsten Wochen in den verantwortlichen Gremien der Ortsgemeinde besprochen.
Außenangriff mittels Werfer TLF der Feuerwehr Ettringen.
