Bewegungsmangel und Bequemlichkeit fördern Volkskrankheit
Fitness ist beste Arznei gegen Rückenschmerz
Kreis MYK. „Rückenschmerzen sind zur modernen Volkskrankheit geworden. Die bundesweiten Zahlen müssen jeden Betrieb alarmieren. Aber jeder Betrieb hat es auch in der Hand, die Mitarbeiter zu informieren.“ Dr. Wolfgang Dötsch ist Betriebsarzt der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz. Arbeitgeber, Gesundheitswesen und jeder für sich sei aufgefordert, den Lebens- und Arbeitsbereich so zu gestalten, dass einseitige, den Rücken belastende Haltungen vermieden werden.
„Die Lebens- und Arbeitsverhältnisse in unserer Zivilisationsgesellschaft führen immer häufiger zu Rückenschmerzen. Fast jeder zweite Deutsche leidet bereits daran“, so Dötsch. Auch medizinischen Laien sind mittlerweile Begriffe wie „Hexenschuss“, „Ischias“ oder „LWS-Syndrom“ durchaus geläufig. „In leichten Fällen verschwindet der Rückenschmerz etwa nach zehn Tagen. Ein großer Teil der Betroffenen leidet jedoch unter chronischen Beschwerden.
Das bedeutet, die Schmerzen bestehen über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten und müssen medizinisch behandelt werden.“
Rückenschmerzen betreffen in den Industrienationen fast jeden mindestens einmal im Leben. Am stärksten betroffen sind Menschen zwischen 30 und 50 Jahren.
„Die Zahl der unter 30-Jährigen nimmt jedoch besonders stark zu. Bei zwei Dritteln der Jugendlichen unter 18 Jahren wurden bereits Haltungsschäden unterschiedlichster Ausprägung festgestellt. Diesen Bundestrend sehen wir bei unseren schulmedizinischen Untersuchungen im Kreis bestätigt“, so Dötsch. Erkrankungen von Wirbelsäule und Rücken verursachen insgesamt 75,5 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage bundesweit im Jahr. Bei vorsichtiger Schätzung machen die volkswirtschaftlichen Gesamtkosten von Rückenschmerzen knapp 15 Milliarden Euro aus.
Hauptursachen sind nach Angaben des Mediziners Bewegungsmangel und schlechte Haltung. Psychische Belastungen, Stress und Leistungsdruck wirken oft wie Verstärker. Ein Teufelskreis: „Eine ständig angespannte Rückenmuskulatur ermüdet schneller und führt zu Schmerzen, was für das seelische Wohlbefinden ein zusätzliches Handicap darstellt.“ War früher harte Arbeit für die Erkrankungen verantwortlich, sind es heute eher die bequemen Lebens- und die veränderten Berufsbedingungen, die gesundheitliche Probleme bereiten. „Der Komfort hat nicht nur gute Seiten“, so Dötsch. „Ein Computer ist eine tolle Sache. Doch ein Sachbearbeiter, der bis zu acht Stunden am Computer sitzt, nimmt unfreiwillig Zwangshaltungen ein, insbesondere dann, wenn die Anordnung der Arbeitsgeräte nicht optimal gestaltet ist.“
Einseitige Belastungen fordern überwiegend die passive Struktur des Bewegungsapparates, der Bandscheiben, Bänder und Wirbelgelenke. „Die aktiven Strukturen, die Muskeln, werden jedoch zu wenig beansprucht. Dem Haltesystem fehlen die zum Funktionserhalt notwendigen Bewegungsreize, die Muskulatur verkümmert.“ Die Folge sind Verspannungen des Nacken- und Schulterbereiches, Verspannungen und Schmerzen im Brust- und Lendensäulenbereich bis hin zu Schlaf- und Sehstörungen oder Migräne und Schwindel.
Dötsch geht es nicht darum, zuhause den bequemen Fernsehsessel aus dem Wohnzimmer zu verbannen: „Aber man kann auf Möbel achten, die den Rücken entlasten.“ Die Ergonomie der Arbeitsplätze werde zudem immer wichtiger. An die Arbeitgeber appelliert Dötsch: „Nehmen Sie das Thema Rückenschmerzen ernst – im eigenen Interesse.“ Doch auch die Betroffenen seien gefordert: Er empfiehlt ein gezieltes Bewegungsprogramm, um die Muskulatur zu stärken, und eine Rückenschule. „Je fitter jemand ist, desto weniger können ihn die Schmerzen quälen“, lautet Dötschs Fazit. Pressemitteilung
Kreisverwaltung Mayen-Koblenz
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