Umgehungsstraße nach vier Jahren Bauzeit für den Verkehr freigegeben
Für Kruft geht ein 40-jähriger Traum in Erfüllung
Kruft. Endlich konnte am Dienstag die Ortsumgehung Kruft nach viereinhalbjähriger Bauzeit vom Landesbetrieb Mobilität Cochem-Koblenz auf Höhe der Firma Quick Mix für den Verkehr freigegeben werden. Für die Bürgerinnen und Bürger von Kruft ein glücklicher Tag, hatte sich doch die Eröffnung durch die Bodenbeschaffenheit mit weichem Untergrund und harten Basaltadern auf dem dreieinhalb Kilometer langen Stück um ein Jahr verzögert. 18 Millionen Euro hat das Projekt gekostet, das den PKW- und Schwerlastverkehr zwischen Andernach und Mayen mit 14.500 Fahrzeugen täglich endlich an der Ortschaft vorbeiführt. Insbesondere die vielen Bims- und Steinlaster stellten für die Anwohner eine große Belastung dar. 40 Jahre lang haben die Krufter Bürgerinnen und Bürger für diese Lösung gekämpft. Auch Autobahnnutzer können jetzt am Ortskern vorbei die neue Umgehungsstraße nutzen. Die alte B 256 wird zur Dorfstraße herabgestuft und geht in den Besitz der Gemeinde über. Diese soll nach den Worten von Ortsbürgermeister Rudolf Schneichel (CDU) in den nächsten zwei Jahren neu gestaltet werden. Auch Dorothee Bär, parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium, Staatssekretärin Heike Raab, Verkehrsministerium Rheinland-Pfalz, sowie Peter Cornely, Leiter des Landesbetriebs Mobilität Cochem-Koblenz, freuten sich mit Bürgermeister Schneichel über diesen „historischen Tag“. Für die Bürgerinnen und Bürger von Kruft ist die Ortsumgehung ein Segen. Den kirchlichen Segen erteilten Pfarrer Norbert Missong und Pfarrer Michael Stoer. Jetzt hoffen die Anwohner, dass der innerörtliche Verkehr, wie es die Planung vorsieht, tatsächlich um 84 Prozent zurückgeht. In den nächsten beiden Jahren stehen im Ort Veränderungen an. Wechselseitige Parkbuchten und Bäume sollen den innerörtlichen Verkehr auf der alten B 256 sicherer machen. Auch ein Kreisel an der Kreuzung Bahnhofstraße steht zur Diskussion. Die weiteren Umbaukosten werden auf 1,6 bis 1,8 Millionen Euro geschätzt. Ortsbürgermeister Rudolf Schneichel will sich für ein Förderprogramm einsetzen.
