Ausstellung „Retrospektive 2001-2014“ in der Kreissparkasse eröffnet
Gemeinsam Kunstwerke erschaffen
Inklusives Kunstprojekt von Caritas und der Künstlergemeinschaft Augstmühle
Mayen. Seit 2011 gibt es ein ganz besonderes Kunstprojekt in den Caritas Werkstätten St. Johannes in Mayen. Im Sinne von Teilhabe in der Gesellschaft und Inklusion kam es zu einer Kooperation mit der hiesigen Künstlergemeinschaft Augstmühle. Die Idee dahinter: Künstler aus der Region und Künstler der Werkstätten arbeiten in gemeinsamen Aktionen zusammen. Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit werden jetzt in den Räumen der Kreissparkasse in einer Ausstellung gezeigt, die deshalb mit dem Titel „Retrospektive 2011-2014“ überschrieben ist. Zur Eröffnung konnten Vorstandsvorsitzender Karl-Josef Esch und das mitgastgebende Team der Caritas mit seinem Geschäftsführer Jörg Klärner neben dem Mayener Oberbürgermeister Treis als Schirmherrn auch den Verwaltungsratsvorsitzenden Landrat Dr. Saftig begrüßen, Vertreter der Geistlichkeit und natürlich die Künstler der Werkstätten und der Gemeinschaft Augstmühle. In seiner kurzen Begrüßung betonte Karl-Josef Esch, dass hier nicht nur ein Gebäude für Büros geschaffen wurde, sondern die Räumlichkeiten immer auch für Kunst und gesellschaftliche Anlässe offen stehen sollen. Für Herrn Treis war es die vierte Ausstellung seit letzter Woche und der Schirmherr zeigte sich überzeugt, dass man über das Wort Inklusion nicht so viel reden sondern vielmehr etwas tun müsse. In diesem Sinne bedankte sich der Oberbürgermeister bei den Hausherren und wünschte der Ausstellung viele Besucher. „Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“ startete Caritas-Geschäftsführer Klärner mit Worten von Pablo Picasso und stellte den zahlreichen Gästen die Künstlerinnen und Künstler kurz vor.
Mit verschiedenen Techniken gearbeitet
Die Kunstprojekte wurden jährlich an einzelnen Tagen im Arresthaus und schwerpunktmäßig im Atelier von Richard Frensch in der Alten Hutfabrik durchgeführt. Eine sehr einfühlsame und tatkräftige Unterstützung erfolgte dabei durch Herrn Frensch und Irmtrud Keiffenheim. Zum Einsatz kamen Acryl- und Aquarellfarben auf ganz unterschiedlichen Untergründen. Das Spektrum reichte von Spachteltechnik, Drucktechnik mit Holzdruckstöcken und Fliesentechnik bis hin zu neuen Techniken wie Sprayen und Aquarelldruck mit Motivausarbeitung in Tusche. Die Zielsetzung des Projektes in 2012 war die Schaffung von Kunstwerken für den damals neuen Eingangsbereich der Betriebsstätte in der Polcher Straße. Die Bilder zum Thema Begegnung zeigen die Werkstatt als einen Ort, an dem viele Menschen täglich zusammenkommen, gemeinsam arbeiten, sich unterhalten und Freude haben. Ein Highlight in 2013 war das Kunstevent „stein – holz und etwas farbe“ auf dem Gelände von Terra Vulcania. Die Künstler aus den Werkstätten lernten dabei auch die Arbeit am Stein kennen. Im Jahr 2014 kreierte die Künstlergruppe drei Leinwandbilder mit dem Titel Gesprächskreise. Den Impuls für das Thema gab das Titelbild der Ausstellung, auf dem der Mensch im Mittelpunkt steht. Die Ergebnisse des gemeinsamen Kunstprojektes der Caritas Werkstätten und der Künstlergemeinschaft Augstmühle sind noch bis zum 5. Juni in der Filiale der Kreissparkasse an der St.-Veit-Straße zu sehen. Ein Besuch lohnt sich!
Michael Wingender schuf das Motivbild „Gespräch“ der Ausstellung Retrospektive 2011-2014.
