Die inframeta eG hatte zum Regionaltreffen in Mendig eingeladen:
Gemeinsam die Lösungen für die Infrastruktur von morgen entwickeln
Mendig. Wie lassen sich die wachsenden Herausforderungen bei Planung, Bau und Erhalt der Infrastruktur künftig bewältigen? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Regionaltreffens der inframeta eG in Mendig. Im Ratssaal der Verbandsgemeinde kamen Vertreter aus Kommunen und kommunalen Betrieben sowie aus Ingenieurbüros und der Bauwirtschaft zusammen, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren, praktische Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln. Auch VG-Bürgermeister Jörg Lempertz wohnte dem Treffen bei. Unterstützt wurde das Regionaltreffen von Dipl.-Ing. Dr. Tom Siekmann vom Ingenieurbüro Dr. Siekmann & Partner in Thür. Als Regionalpartner hatte er die Veranstaltung begleitet und die Räumlichkeiten organisiert. Siekmann erläuterte den Teilnehmern zugleich, warum sein Büro zu den Gründungsmitgliedern der inframeta eG gehört. Die zunehmenden Herausforderungen im Infrastrukturbereich könnten aus seiner Sicht langfristig nur gemeinsam und mit einem deutlich höheren Automatisierungsgrad bewältigt werden.
Digital zusammenarbeiten
Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die digitale Zusammenarbeit. So wird die Plattform infraShare kontinuierlich mit Projektdaten gefüllt. Ziel ist es, Informationen besser verfügbar zu machen, Wissen zu teilen und Prozesse effizienter zu gestalten. Dass der Handlungsdruck in vielen Bereichen wächst, wurde während der Gespräche deutlich. Die Teilnehmer berichteten unter anderem von Engpässen bei der Ausbildung und Gewinnung ausreichend qualifizierter Fachkräfte. Hinzu kommen anspruchsvollere Genehmigungsverfahren und stetig steigende Anforderungen an Infrastrukturprojekte. Intensiv diskutiert wurde außerdem die Frage, wie notwendige Bauarbeiten trotz möglichst kurzer Sperrzeiten in der erforderlichen Qualität umgesetzt werden können.
Direkter Austauschist wichtig
Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens war infraDouble. Der digitale Zwilling ermöglicht eine fotorealistische Darstellung von Infrastruktur und geplanten Maßnahmen. Dadurch können komplexe Vorhaben beispielsweise gegenüber Entscheidungsträgern, Verwaltungen oder der Öffentlichkeit anschaulicher und verständlicher vermittelt werden. Gleichzeitig bestand Einigkeit darüber, dass Digitalisierung allein kein Allheilmittel ist: Auch moderne digitale Werkzeuge können eine unzureichende Planung nicht ersetzen. Wie wichtig der direkte Austausch zwischen den unterschiedlichen Akteuren ist, brachte ein Teilnehmer auf den Punkt. Eine Veranstaltung, bei der Bürgermeister, kommunale Vertreter, Tiefbauunternehmen und Planungsbüros gemeinsam an einem Tisch sitzen, sei in dieser Form eher ungewöhnlich. Genau darin liegt der Ansatz der Regionaltreffen der inframeta eG: unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen, Erfahrungen aus der Praxis zu teilen und gemeinsam Lösungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen im Infrastrukturbereich zu entwickeln.
Erfolgreiches Regionaltreffen in Mendig. Foto: privat