St. Elisabeth Mayen informierte über große Heilungschancen
Gemeinsam gegen den Darmkrebs
Mayen. Der Darmkrebs ist die einzige vollständig vermeidbare Form einer Tumorerkrankung. Er entwickelt sich aus Polypen (gutartige Ausstülpungen der Darm-schleimhaut) und benötigt rund zehn Jahre, bis er lebensbedrohlich wird. „Wer regelmäßig zur Vorsorge geht, kann den Darmkrebs verhindern“, so Dr. Michael Maasberg, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Krankenhaus St. Elisabeth in Mayen. Die zuverlässigste Vorsorgemethode ist die Darmspiegelung (Koloskopie). Gesetzlich Versicherte erhalten Sie ab dem Alter von 55 Jahren. Sie ist schmerzfrei und problemlos. Leider werde die Vorsorgeuntersuchung nur sehr schlecht angenommen, so Dr. Maasberg. Die Rate liegt unter 20 Prozent. „Gehen Sie zur Vorsorge, alle sieben bis Jahre - sie kann Ihr Leben retten“, so der Aufruf des Mediziners. Über die verschiedenen Auswirkungen nach einer Tumorentfernung am Dickdarm oder Enddarm berichtete Prof. Dr. Martin Wolff, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie: „Bei einer entzündlichen Erkrankung ist nach der Entfernung eines Teiles des Dickdarms die Lebensqualität oft besser als vorher.“ Die größten Probleme treten auf, wenn sich der Krebs im Enddarm befindet. Aber selbst dann, wenn der Patient einen künstlichen Darmausgang erhält, ist damit gut umzugehen. Hans-Peter Weber von der Deutschen ILCO e.V., dem Selbsthilfeverein für Stomaträger und Menschen mit Darmkrebs, überzeugte mit viel Leidenschaft und Empathie, dass das Leben mit einem Stoma lebenswert ist. „Sprechen Sie mit uns. Sie erhalten Selbstsicherheit. Sie werden ein neues Lebensgefühl bekommen, denn Sie sind nicht allein“, so der Leiter der Regionalgruppe Rhein-Ahr-Mosel-Lahn. Es war ein informativer Abend für alle Besucher. Die Vertreter des St. Elisabeth in Mayen verfolgen damit das Ziel, die Bevölkerung für diese sehr gut zu behandelnde Krankheit zu sensibilisieren, denn: „Unser Krankenhaus ist nicht nur zum Heilen sondern auch zum Informieren da“, sagte Landrat Dr. Alexander Saftig.
