Prof. Dr. Hermann Ament spendet für die Eifelbibliothek
„Germania“ kommt nach Mayen
Ausgaben der Fachzeitschrift von 1917 bis 2010 können jetzt eingesehen werden
Mayen. Eine großzügige Spende erhielt jüngst die Eifelbibliothek. Eines der renommiertesten Periodika der Archäologie, die Fachzeitschrift „Germania“, wurde der Bibliothek geschenkt. Großzügiger Förderer ist Prof. Dr. Hermann Ament, Mainz, der in der hiesigen Region kein Unbekannter ist.
Ament fühlt sich Mayen seit seiner Doktorarbeit 1963 über „Die fränkischen Grabfunde aus Mayen und der Pellenz“ besonders verbunden. Von 1970 bis 1973 leitete er eine ausgedehnte Grabung einer fränkischen Siedlung bei Mertloch, deren Ergebnisse er zusammen mit der Auswertung des bereits 1884/85 beim Künzerhof ausgegrabenen Gräberfeldes publizierte.
Nach einem Volontariat am Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz und erhielt Ament 1964/65 ein Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts. Anschließend war er von 1965 bis 1977 als wissenschaftlicher Referent an der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts in Frankfurt/Main tätig. Von 1977 bis 1982 war er Professor am Institut für Prähistorische Archäologie der Freien Universität Berlin, von 1982 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2001 Professor und Leiter des Instituts für Vor- und Frühgeschichte an der Universität Mainz. Sein Forschungsgebiet ist die Archäologie der Merowingerzeit. Im Anschluss an die Übergabe hielt Ament im Eifelmuseum einen Vortrag über Gewandspangen mit Glaskameos aus der Zeit Karls des Großen.
Seit 1917 erscheint „Germania“ zunächst als Korrespondenzblatt und schließlich als Anzeiger der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts. Sie ist eine der führenden deutschen archäologischen Fachzeitschriften. Die Bibliothek verfügt noch aus der Zeit der archäologischen Tätigkeit des Eifelmuseums über die Jahrgänge seit dem Ersterscheinen bis zum Zweiten Weltkrieg. Mit dem großzügigen Geschenk Aments konnte nun die seither entstandene Lücke in den Beständen der Bibliothek geschlossen werden. In 108 weiteren Teilbänden liegt nun die komplette Ausgabe der Zeitschrift bis 2010 vor. Mit zahlreichen Beiträgen zur frühen Geschichte der Eifel steht sie in der Eifelbibliothek für alle Interessenten zur Lektüre bereit.
Info: Eifelbibliothek, Genovevaburg; geöffnet mittwochs von 15 bis 18 Uhr. Ansprechpartner: Dr. Wolfgang Zäck, Tel. (0 26 51) 25 30, E-Mail wzaeck@gmx.de.