Kehriger Einrichtung wurde zum zweiten Male ausgezeichnet
Gesang gehört hier zum Alltag
Kindergarten „Regenbogen“ erhielt „Felix“ des Deutschen Chorverbands für musikalische Arbeit
Kehrig. „Felix“ heißt das Zauberwort. Eine Auszeichnung, die übersetzt aus dem Lateinischen „glücklich“ bedeutet und die jetzt an der Kindergartenpforte von Kehrig prangt.
Klopfenden Herzens hatten die Kinder am vergangenen Freitag hohen Besuch erwartet. Und dann endlich war es soweit. Die Gesangsexperten, Kreischorleiterin Barbara Nöst-Butz und der Vorsitzende des örtlichen Gesangvereins Hermann Martini, waren im Auftrag des Deutschen Sängerbunds gekommen, um zum zweiten Mal, nach der ersten Verleihung vor drei Jahren, die hohe Ehrung vorzunehmen. „Unsere Organisation fördert das Singen in hohem Maße“, erläuterten beide gegenüber „Blick aktuell“. Dies sind im Allgemeinen das Singen im Kindergarten und eine musikalische Tätigkeit.
Dabei gibt es einen Rahmen, wobei der jeweilige Kindergarten einen Antrag an den Sängerkreis stellen kann. Und dieser Antrag wird dann nach Maßgabe und der Bewertung durch den Kreischorleiter an den Sängerbund Rheinland-Pfalz zur Entscheidung weitergeleitet. Nach einer weiteren Begutachtung hat dann der Deutsche Sängerbund in Berlin zu entscheiden, ob die Kriterien stimmen und der antragstellende Kindergarten die Auszeichnung erhält oder nicht, erläuterten die Experten.
Aufgrund der enorm guten gesanglichen Leistungen der Kehriger Kinder gab es die begehrte Urkunde mit dem Wortlaut: „Der Deutsche Sängerbund verleiht dem Kindergarten Kehrig für sein beispielhaftes musikalisches Wirken zum zweiten Male und damit die Auszeichnung ‚Felix‘. In diesem Kindergarten wird täglich gesungen, ist die Tonart und Tonhöhe der Lieder an die kindlichen Stimmen angepasst, ist die Liedauswahl vielfältig und altersgemäß, und es werden auch Lieder der ausländischen Kinder der Kindergärten gesungen“.
Über die erneute Auszeichnung freute sich die Leiterin des Kehriger Kindergartens, Christel Friese, sowie ihre Kolleginnen sehr. Stolz ist auch Ortsbürgermeister Herbert Keifenheim, das es in seinem „Beritt“ so tolle Kinderstimmen gibt: „Es macht mich ungeheuer stolz, wenn Ideen aufgegriffen und umgesetzt werden, kindgerechtes Singen mobilisiert wird, und dies haben wir in diesem Kindergarten geschafft. Es gibt einfach nichts Schöneres, als wenn man mit seinen eigenen Leuten ‚e besje strotze‘ kann.“
Laut der Kreischorleiterin haben die Gesangvereine Personalprobleme zu verzeichnen. Man hofft durch die Sensibilisierung der Kindergartenkinder spielerisch „Lust auf Gesang“ zu machen, um den Nachwuchs zu sichern. „Die Aufbereitung von Kinderzeiten an wurde, aufgrund der übertriebenen Benutzung irgendwelcher technischer Geräte, sozusagen vernachlässigt. Wir müssen also praktisch von Null anfangen, um vom Kindergarten über die Grundschule oder weiterführende Schulen, das Singen wieder als normale Lebensäußerung in den Kindern zu verankern.“ bemerkte Nöst-Butz.
In Kehrig scheint man auf einem guten Weg zu sein. Denn zu Beginn der Ehrung wurde bereits mit dem Morgenkreislied in den höchsten Tönen gesungen und auch am Ende gab es nach „Antje Mariantje“ und „Heut ist ein Tag, an dem ich singen kann“, spontan einige gesangliche Kostproben. Aus Begeisterung darüber übergab Hermann Martini den Kindern noch eine Spende über 50 Euro als Ansporn von seinen Sängern. „Diese erneute Felix-Auszeichnung ist für mich, meine weiteren Kolleginnen und natürlich die Kinder eine tolle Motivation, wir freuen uns so sehr“, so Leiterin Christel Friese.
„Das ist unser Felix, der ist jeden Morgen beim Singen dabei“, verriet der kleine Simon.
