Allgemeine Berichte | 14.10.2013

Jahreshauptversammlung der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft Ortsverband Mayen

„Gewerkschaftsverbot und Neugründung“ der GdED in Mayen

Außer den Jubilaren (v. unten li.): Ortsverbandsvorsitzender Karl-Heinz Hoffmann, Josef Janz, EVG Geschäftsstellenleiter Mainz, Toni Schüller ehemaliger DGB Vorsitzender und Oberbürgermeister der Stadt Mayen Wolfgang Treis; (oben li.): Stefan Schmitt, stellvertretender OV Vorsitzender. privat

Mayen. 1933, also vor 80 Jahren, wurden von den Nazis die Gewerkschaften zerschlagen und dann verboten. Nach dem verlorenen Weltkrieg wurden baldmöglichst wieder die Gewerkschaften gegründet, da sich alle einig waren, so was wie eine Diktatur darf in Deutschland nie wieder Fuß fassen. Die Gewerkschaften dürfen und werden so etwas nie mehr zulassen. So wurde im Jahre 1948 die Ortsverwaltung der Gewerkschaft der Eisenbahner (GdED) gegründet.

Als nun am 10. Oktober, im Mayener Hotel „Alter Fritz“ der Verbandsvorsitzende Karl-Heinz Hoffmann alle Mitglieder, Jubilare sowie die Ehrengäste: OB Wolfgang Treis, Toni Schüller und der EVG Geschäftsführer von Mainz, Josef Janz auf das herzlichste begrüßt hatte, stellte Hoffmann die Referentin Helga Petersen vor, die eigens für die Versammlung aus Berlin angereist war. Sie begrüßte die Mayener Kolleginnen und Kollegen und hielt ein Referat über Chancengleichheit. Anschließend wurden die verstorbenen Mitglieder geehrt: Theo Probst aus Kobern-Gondorf, Adolf Schmitt aus Mayen Kürrenberg, Peter Mallmann, Paul Dietz, Egon Wendling und Franz-Josef Brust - alle aus Mayen. Ihnen gilt es ein ehrendes Andenken zu bewahren. Anschließend wurde einstimmig der vorliegenden Tagesordnung zugestimmt. Nun folgten die Grußwörter der Gäste, Toni Schüller, ehemaliger DGB Vorsitzender, berichtete über das allgemeine Geschehen im Bezirk, Kreis, Land und Bund wobei die Bahn nicht zu kurz kam. Oberbürgermeister Wolfgang Treis überbrachte die Grüße der Stadt Mayen und ging auf die Themen bei der Stadt und bei der Bahn ein, und so sprach er auch den ÖPNV und den Linienverkehr an, um dann auf den Verkauf des Bahnhofgebäudes Mayen-Ost einzugehen. Geschäftsstellenleiter Josef Janz vom Landesbezirk Mainz überbrachte die Grüße der EVG Hauptverwaltung (Frankfurt) und vom Landesbezirk (Mainz).

Problematik von Überstunden

Janz ließ kein Zweifel daran, dass die Missstände beim Bahnhof Mainz (Fahrdienstleiter und Zugausfälle) bisher ohne Beispiel sind. Die EVG haben seit Jahren auf die Problematik von Überstunden und Urlaubsabwicklung hingewiesen. Trotz dieser Mahnung, ist es leider zum Eklat beim Bahnhof Mainz gekommen. Der Ortsverbandsvorsitzende Karl-Heinz Hoffmann berichtete über die Arbeit des Ortsverbandsvorstandes im Bezirk der EVG Mayen. Es gab viel Arbeit für Vorstand und Geschäftsführung.

Durch Wechsel von Mitglieder so wie Neuaufnahmen, Rechtsschutz, Unfallfreizeitversicherungsanträge aber auch durch Pensionierungen, Renten, Sterbfälle und vieles mehr. In vielen Einzel- und Beratungs-Gesprächen konnten Kolleginnen und Kollegen geholfen oder zur Seite gestanden werden. In sechs Vorstandssitzungen und einer Außerordentlichen Vorstandssitzung wurden Anträge, Mitteilungen und oft die Weichen für die Mitglieder gestellt. Nach dem der Kollege Josef Janz ein hervorragendes Referat über die Arbeit der EVG in Mayen, Mainz und Frankfurt vorgetragen hatte, sprach er über Tarifverträge, Arbeitsplätze aber auch über die Frauenarbeit; hier beispielsweise, dass nicht mehr Frauen „nur“ auf dem Büro oder als Zugbegleitpersonal bei der Bahn arbeiten sondern heute in allen Berufszweigen anzutreffen sind. In guter kollegialer Zusammenarbeit mit ihren Kollegen sind sie heute Lokführerinnen Busfahrerinnen Wagenmeisterinnen und in vielen anderen technischen und nicht technischen Berufen anzutreffen. Frauen haben sich bei der früher eher „männlichen“ Bahn etabliert. Im Anschluss an das Referat ergab sich ein reger Gedankenaustausch mit den Anwesenden.

Ehrung der Jubilare

Nun ging es zu der Ehrung der Jubilare. Der Kollege Josef Janz überzeugte in der Laudatio mit Wort, Charme und Rückblick in die Zeit zu Beginn der Jubilare in die Gewerkschaften. So konnten 21 Jubilare geehrt werden. Karl- Heinz Hoffmann, Stefan Schmitt, Bernhard Hassler und Toni Schüller überreichten die Geschenke, Urkunden und Orden an folgend langjährige Mitglieder. Für 65 Jahre Mitgliedschaft: Josef Marzi (Mayen Alzheim), Für 60 Jahre Mitgliedschaft: Paul Dietz, aus Mayen (verstorben); Robert Eisenbürger (Ochtendung), Anton Brück (Mayen), Hans Gerhards (Mayen), Peter Piroth (Mayen Betzing) und Egon Wendling aus Mayen (verstorben). Für 40 Jahre Mitgliedschaft: Alfred Fuhrmann (Nachtsheim), Detlef Milles (Thür), Wilhelm Nürnberg (Mendig), Albert Schäfer (Luxem), Werner Schäfer (Münk), Werner Schmitt (Polch), Klaus Schneider (Plaidt), Alois Schuster (Landkern), Rolf Schuster ( Kehrig), Alois Thelen (Nachtsheim), Alois Wölwer (Masburg), Walter Zimmer (Ettringen). Für 25 Jahre Mitgliedschaft: Apollonia Hansen (Mayen) und Alexander Tholl (Müllenbach). Den 25-, 40- und 60-jährigen Jubilaren wurden eine Urkunde, Ehrennadel, Armbanduhr und eine Flasche Sekt überreicht. Dem 65-jährigen Jubilar wurde eine Urkunde ein Taschenuhr sowie eine Flasche Sekt und Wein überreicht.

Nachdem die Jubilare sichtlich erfreut ihre Ehrung entgegen genommen hatten, wurde der Tagesordnungspunkt „Verschiedenes und freie Aussprache“ aufgerufen. Es wurden viele Themen von den Kolleginnen und Kollegen angesprochen, diskutiert und auch beantwortet, so dass gegen 17:15 Uhr die Sitzung vom Vorsitzenden Karl-Heinz Hoffmann geschlossen werden konnte.

Außer den Jubilaren (v. unten li.): Ortsverbandsvorsitzender Karl-Heinz Hoffmann, Josef Janz, EVG Geschäftsstellenleiter Mainz, Toni Schüller ehemaliger DGB Vorsitzender und Oberbürgermeister der Stadt Mayen Wolfgang Treis; (oben li.): Stefan Schmitt, stellvertretender OV Vorsitzender. Foto: privat

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