Kirchenchor „Cäcilia Langenfeld“ besucht die Mainmetropole Frankfurt
Handkäs und Hochfinanz
Langenfeld/Frankfurt. Manche sagen, die Stadt Frankfurt sei eine „Mischung aus Hochfinanz und Handkäs‘“. Dass diese Beschreibung durchaus zutrifft, davon konnte sich der Kirchenchor "Cäcilia Langenfeld" bei seinem Ausflug kürzlich überzeugen. Der Wettergott hatte es gut mit den Sängerinnen und Sängern gemeint: Nach wochenlangem Schlechtwetter zeigte sich an diesem Samstag die Mainmetropole bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein von ihrer besten Seite.
So ging es beschwingt zunächst durch die Altstadt mit all den Orten, für die Frankfurt berühmt ist: Auf dem Römerberg bewunderte der Chor nicht nur die Fachwerkhäuser, sondern sah auch den Balkon am Rathaus, auf dem sich die Fußballnationalmannschaft zum Feiern zeigt. Es folgten der Kaiserdom, Frankfurts Vorzeige-Kunsthalle Schirn und natürlich die Wiege der deutschen Demokratie, die Paulskirche, in der 1848/49 die erste frei gewählte deutsche Nationalversammlung tagte. Doch auch das aktuelle, finanzgeprägte Frankfurt bekamen die Sänger zu sehen - und zwar von ganz oben. Auf der Aussichtsplattform des Main-Towers hatten alle in 200 Metern Höhe einen fantastischen Blick auf die Wolkenkratzer und das übrige Frankfurt.
Dass es sich tatsächlich um einen Ausflug in eine Großstadt handelte, wurde auch auf dem Weg zum Apfelweinlokal Wager in Sachsenhausen klar. Erfolgreich bahnte sich der Chor seinen Weg mitten durch eine polizeiumstellte Demonstration. Nach diesem kleinen Abenteuer stärkte sich der Chor bei Apfelwein und typisch hessischen Gerichten wie Handkäse und der legendären Grünen Soße.
Die wusste schon der bekannteste Sohn der Stadt, Goethe, zu schätzen. Ein launiger hessischer Wirt trug zur guten Stimmung bei, auch wenn dieser sich strikt weigerte, Bier statt Apfelwein zu servieren.
Am Nachmittag lockte der Main am Museumsufer und die Sängerinnen und Sänger genossen das schöne Wetter. Als sie den Tag vor den Toren Frankfurts im Taunus in der idyllischen Roten Mühle ausklingen ließen, waren sie sich einig, dass Frankfurt als Reiseziel wirklich beides zu bieten hat: Handkäs und Hochfinanz.
