Neujahrsempfang des SPD-Ortsvereins Ettringen
Informatives und Leckeres am Hochsimmer
Ettringen. Volles Haus beim Neujahrsempfang des SPD-Ortsverbands mit traditionellem Heringsessen im Ettringer Gemeindehaus, den es schon seit vier Jahrzehnten gibt. Und dies zur Freude der Verantwortlichen um ihren Vorsitzenden Gernot Busch, die allesamt bei diesem traditionellen Ereignis wieder viele Hände schütteln konnten. Busch begrüßte das Auditorium und begann seine Ausführungen mit den Worten: „Wie immer leiten uns Besonnenheit und Beharrlichkeit in unserem Handeln. Dies werden wir innerhalb der SPD auch weiterhin beibehalten. Nicht unbedingt die Erfolge sind das Entscheidende, sondern der persönliche Einsatz und der Mut des Einzelnen, sich für unsere Ziele starkzumachen“, so Busch, der die vielen illustren Gäste begrüßten, darunter die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles („Ettringen ist meine zweite Heimat“), die Mayener Beigeordnete Martina Luig-Kaspari, die Landtagsabgeordneten Marc Ruland und Benedikt Oster, Landrat Dr. Alexander Saftig, viele Ortsbürgermeister aus der näheren Umgebung, unter ihnen Ettringens Ortsbürgermeister Werner Spitzley, viele politische Fraktionsträger im Kreis, aus den Verbandsgemeinden, Städten und Gemeinden, sowie viele Besucher, ganz besonders als Urgesteine der Sozialdemokratie den SPD-Ehrenvorsitzenden und Altbürgermeister Udo Mülhausen und den Altbürgermeister und Ehrenbürger von Kottenheim, Toni Schüller.
Manch einer fragt sich, wie es die Ettringer Macher immer wieder schaffen, diese Kontakte zu hochrangigen SPD-Politikern zu haben, die gern im Dorf am Hochsimmer als Gastredner agieren. So diesmal der rheinland-pfälzische Staatssekretär Clemens Hoch, der seit 2014 Chef der Staatskanzlei ist und, wie die Presse ihn betitelte, als „Manager der Landesregierung“ fungiert. Kommen diese vielleicht alle wegen der Aufgeschlossenheit und Herzlichkeit der Ettringer oder gar wegen des lukullischen Geheimtipps, den leckeren, von Waltraud Mülhausen seit nunmehr weit über 35 Jahren zubereiteten Heringen, die auch in diesem Jahr in Verbindung mit einem kühlen „Bier der steinernen Heimat“, mit „Basaltbier“, wieder bestens mundeten.
Nachdem Martina Luig-Kaspari die Gelegenheit wahrnahm, sich als Bewerberin zur Landtagskandidatin vorzustellen, ergriff auch Landrat Dr. Saftig das Wort. „Ich freue mich, dass ich wieder eine Einladung zu dieser heutigen Veranstaltung bekommen habe, denn solche Neujahrsempfänge wie der der SPD sind sehr wichtig, um hierbei die Gelegenheit zu nutzen, im Gespräch allesamt politisch vernünftig, sachlich und ehrlich miteinander umzugehen. Wir müssen Sachargumente klar nach vorn bringen und im Umgang miteinander Menschlichkeit walten lassen“, so Saftig.
Für Bundesministerin Nahles stand fest: „So einen Termin lasse ich mir nicht nehmen, auch nicht als Ministerin. Ich bin meinen Ettringer Freunden immer verbunden gewesen und werde es auch weiterhin bleiben.“ Was steht denn nun alles so an in ihrer Funktion als Spitzenfrau? Da ist ihre Mindestlohn-Aufgabe, die, so Nahles, trotz Panikmache zur Erfolgsgeschichte geworden sei. Millionen hätten mehr in ihrer Lohntüte.
Das Flüchtlingsproblem sieht sie als eine große Herausforderung. Hier zitierte die Ministerin quasi als Gleichnis die bekannte Weihnachtsgeschichte „Als Quirinus neben Augustus Stadthalter von Syrien war“. Wie sich die Bilder gleichen.
Nahles bemerkte aber auch klipp und klar: „Es muss in puncto Flüchtlingen weniger werden.“ Und die, die da sind, müssen in den Arbeitsmarkt integriert werden. Dies sind Altersgruppen, die uns fehlen, um unsere Renten zu stabilisieren“, so die Ministerin. Hauptredner Hoch berichtete von besonderen Herausforderungen im Jahr 2016 in Rheinland Pfalz, sprach aber auch von sozialer Gerechtigkeit und über die Fragen, wie sich die Menschen im Land aufgehoben fühlen. „Wir müssen eine klare Antwort auf Feinde der Freiheit, der Toleranz und der Demokratie finden. Und die Antwort ist: Wir halten unsere Gesellschaft zusammen. Wir leben unsere Werte der Offenheit, Freiheit und Demokratie. Wir lassen uns unseren Lebensstil und unsere Überzeugungen nicht von Hass und Gewalt kaputtmachen. Nicht von innen, aber auch nicht von außen“, beschwor Hoch die Zuhörer. Der Zusammenhalt in der Gesellschaft sei für Sozialdemokraten ein hohes Gut. „Deshalb werden wir für Sorgen und Nöte ein offenes Ohr haben.“ Natürlich gab es zum Ende der Ansprachen auch großen Applaus, bekanntlich nicht nur das „Brot der Künstler“, sondern sicherlich auch der Politiker.
Pressemitteilung des
SPD-Ortsvereins Ettringen
