Pilgernde Großmutter machte Station in Mayen
Königin und Siegerin von Schönstatt zu Besuch
Mayen. Seit drei Jahren bereist die „pilgernde Gottesmutter“ die Länder Europas – am Wochenende machte das im vergangenen Jahr gekrönte Gnadenbild Station in Mayen. In einer festlichen Marienvesper in St. Clemens begrüßte Diakon Winfried Stadtfeld die Gottesmutter im Namen aller Angehörigen der Pfarreiengemeinschaft.
Den mehr als hundert Gläubigen, die die angenehme Kühle im Kirchenschiff bei hochsommerlichen Außentemperaturen genossen, erklärte Stadtfeld die Ursprünge der ungewöhnlichen Pilgerreise. Das Bildnis der „Dreimal Wunderbaren Mutter, Königin und Siegerin von Schönstatt“ war am 8. September 2012 durch Erzbischof Rino Fisichella (Rom), dem Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Neuevangelisierung, mit der von Papst Benedikt XVI gesegneten Krone geschmückt worden; rund 3.000 Katholiken aus 19 Ländern hatten an der Zeremonie im Rahmen einer Europawallfahrt teilgenommen. In Mayen wurde der von Schönstatt-Schwestern begleitete Besuch des Gnadenbildes weiter durch ein Festhochamt in St. Clemens gefeiert, gehalten von Kaplan Patrik Krutten und musikalisch umrahmt von Markus Breitenauer an der Orgel sowie der Schützenkapelle Luxem. In seiner Predigt würdigte der bekennende Marienverehrer Winfried Stadtfeld die Rolle Mariens im Evangelium von der Hochzeit zu Kana. Sie habe einen Mangel festgestellt und ihren Sohn darauf aufmerksam gemacht. „Auch dein Mangel“, so erklärte der Diakon den Zuhörern, „wird von Maria erkannt und an Jesus weitergegeben. Aber sie drängt den Herrn nicht und macht ihm keine Vorschriften, sondern sie überlässt ihm das Heft des Handelns, weil sie weiß, er meint es immer nur gut mit uns Menschen.“
Nach der heiligen Messe verabschiedeten die Gläubigen die Pelegrina mit dem Musiksatz „Tochter Zion“ nach München, der nächsten Station auf der Pilgerreise.
