Allgemeine Berichte | 28.06.2013

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

Landschaftsdenkmäler erstrahlen in neuem Glanz

Infotafeln und Standortportale wurden von der Vulkanpark GmbH runderneuert und nach neuen wissenschaftlichen Gesichtspunkten und mit zusätzlichem Service ergänzt. privat

Kreis Mayen-Koblenz. Neben den fünf bekannten Info- und Erlebniszentren zählen einmalige Natur-, Kultur- und Industriedenk-mäler zu den Attraktionen im Vulkanpark des Landkreises Mayen-Koblenz. Diese Landschaftsdenkmäler, ausgestattet mit bebilder-ten Infotafeln, erlauben dem Besucher auf Rundwegen Einblicke in die Themenbereiche Vulkanismus und Bergwerksgeschichte. Im Laufe der Jahre wurden 19 Landschaftsdenkmäler erschlossen. Nach fast 15 Jahren draußen in der Natur haben Sonne, Wind, Schnee und Regen die großen Standortportale und bebilderten Infotafeln in Mitleidenschaft gezogen, sodass diese ersetzt werden müssen. Der Großteil ist bereits fertiggestellt und lädt wieder zu sommerlichen Spaziergängen ein. Derzeit weisen im Vulkanpark elf großformatige Standortportale und weit über 300 Infotafeln den Besuchern die Rundwege durch insgesamt 19 Natur-, Kultur- und Industriedenkmäler. Diese Landschaftsdenkmäler sind wichtige Projekte des Vulkanparks. „Zum einen vernetzen und ergänzen sie die Info- und Erlebniszentren und zum anderen machen sie die vulkanische Eifellandschaft für den Gast erlebbar“, erklärte Guido Lotz. Die bebilderten Tafeln erklären den Besuchern populärwissenschaftlich den Vulkanismus der Eifel, erläutern bedeutende Aufschlüsse und geben Einblick in die Geschichte der historischen Steinbrüche und Bergwerke: „Sie nehmen hierbei direkten örtlichen Bezug auf die Landschaft, die vulkanischen Ablagerungen und Gesteine sowie die sichtbaren Spuren des historischen Abbaus. Gleichzeitig führen sie die Besucher durch bizarre Lavaformationen, zu gewaltigen Basaltwänden, tief hinab in alte Steinbrüche oder hoch hinauf auf ehemals Magma speiende Kraterkegel.“ Sie machen den Besuch im Vulkanpark so zu einem Naturerlebnis.

Schon kurz nach Gründung des Vulkanparks wurden die ersten Landschaftsdenkmäler von der Forschungsstelle Vulkanologie, Archäologie und Technikgeschichte (VAT) erforscht, konserviert und dokumentiert. Die wissenschaftlichen Daten und Fakten wurden allgemeinverständlich aufbereitet und mit Bildern, historischen Fotos und Skizzen ergänzt. Sie bildeten die Grundlagen für die Informationen der Infotafeln. Bei der Erneuerung wurde Tafel für Tafel aufgenommen, die Inhalte geprüft und, wenn notwendig, von der Forschungsstelle VAT auf den neuesten wissenschaftlichen Stand gebracht, sagte Vulkanpark-Geschäftsführer Jörg Busch: „In einigen Fällen, so an der Wingertsbergwand, musste eine komplette wissenschaftliche und didaktische Neuerstellung erfolgen. Neueste Erkenntnisse über die Ablagerungen des Laacher See-Ausbruchs an der Wingertsbergwand sollen den Besuchern nicht vorenthalten werden.“ Für die Untersuchung konnte eine Geologin gewonnen werden, die in enger Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle VAT die inhaltliche Überarbeitung vornahm. Auch gestalterisch wurden die Tafeln modernisiert und erhielten ein einheitliches Layout im Vulkanpark-Design. Bei den neuen Standortportalen kommt darüber hinaus moderne Technik zum Einsatz. Über aufgedruckte QR-Codes können mit einem Smartphone die Informationen zum jeweiligen Landschaftsdenkmal in drei Sprachen abgerufen werden. So erhalten auch die ausländischen Gäste Informationen zum Vulkanpark und den Landschaftsdenkmälern direkt vor Ort in Englisch, Französisch und Niederlän-disch.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

Infotafeln und Standortportale wurden von der Vulkanpark GmbH runderneuert und nach neuen wissenschaftlichen Gesichtspunkten und mit zusätzlichem Service ergänzt. Foto: privat

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