Debüt und Kampfgeist
Leon Dreiser überzeugt beim ADAC Hockenheim Historic 2026 mit starkem Debüt im LMP3-Prototyen
aus Koblenz
Hockenheimring/Mayen. Der Nachwuchsrennfahrer Leon Dreiser hat seine Feuertaufe im Prototypensport beim diesjährigen ADAC Hockenheim Historic mit Bravour gemeistert. Gemeinsam mit dem Team Rennsport Rössler überzeugte der Pilot aus Mayen bei seinem Debüt im LMP3 der ersten Generation mit starken Leistungen und konnte sich trotz technischer Nachteile eindrucksvoll gegen die neueren Fahrzeuggenerationen behaupten.
Besonders das erste Rennen zeigte eindrucksvoll den Kampfgeist des jungen Piloten. Bereits früh im Rennen erhielt Dreiser die sogenannte „Spiegelei-Flagge“ und musste ungeplant an die Box kommen, da seine Tür nicht vollständig geschlossen war. Durch den zusätzlichen Boxenstopp fiel der Mayener rund 20 Sekunden hinter den dritten Platz in der Klasse zurück – ein scheinbar aussichtsloser Rückstand.
Doch genau dort zeigte Dreiser eindrucksvoll sein Potenzial: Innerhalb von nur zwölf Runden fuhr er die komplette Lücke wieder zu, holte kontinuierlich auf und gab zu keinem Zeitpunkt auf. Mit konstant starken Rundenzeiten kämpfte er sich zurück ins Feld und setzte damit eines der sportlichen Highlights des Wochenendes.
Bereits über das gesamte Rennwochenende hinweg zeigte Dreiser, dass er das Tempo der Konkurrenz mitgehen kann. Teilweise fehlten lediglich wenige Hundertstelsekunden auf die neueren LMP3-Modelle. Besonders bemerkenswert: Trotz des spürbaren Leistungsnachteils auf den Geraden, der vor allem den moderneren Fahrzeugen mit mehr Motorleistung geschuldet ist, hielt Dreiser konstant Anschluss an das Feld.
Mit zwei vierten Plätzen in der Pro-3-Klasse sowie den Gesamträngen sieben und fünf setzte der Mayener direkt ein Ausrufezeichen in der Rennserie. Gleichzeitig sicherte er sich damit Rang drei in der Meisterschaft der Pro-3-Klasse.
„Ich bin sehr zufrieden mit meinem Debütwochenende. Wir haben uns von Session zu Session gesteigert und gemeinsam mit dem Team intensiv am Setup gearbeitet“, erklärte Dreiser nach dem Wochenende. Besonders die enge Zusammenarbeit mit Rennsport Rössler habe sich ausgezahlt: „Ich versuche meine Eindrücke und Erfahrungen möglichst genau weiterzugeben, und das Team setzt diese Anpassungen hervorragend um. Man merkt, dass wir Schritt für Schritt das Auto besser verstehen.“
Dass sich Dreiser im Cockpit des LMP3 schnell wohlfühlt, war über das gesamte Wochenende sichtbar. Der junge Fahrer, der aus Mayen stammt, Mitglied im Vorstand des AC Mayen ist und bereits in seiner Kartjugend intensiv gefördert wurde, übertraf mit seinem starken Einstand die eigenen Erwartungen und machte direkt auf sich aufmerksam.
Besonders emotional blickt Dreiser nun auf das nächste Rennwochenende voraus. Beim Oldtimer Grand Prix auf dem Nürburgring wartet sein Heimrennen auf ihn. Die traditionsreiche Strecke könnte dem Fahrzeugcharakter des älteren LMP3 zusätzlich entgegenkommen.
„Der Nürburgring ist natürlich etwas ganz Besonderes für mich. Ich freue mich riesig auf das Heimrennen und hoffe, dass uns die Strecke noch etwas mehr liegt“, so Dreiser.
Abschließend richtete der Pilot seinen Dank an alle Unterstützer: „Ich habe lange auf diesen Schritt hingearbeitet. Deshalb bin ich unglaublich dankbar, dass sich diese Möglichkeit ergeben hat. Danke an alle Partner, Sponsoren, Förderer und Menschen, die mich auf unterschiedliche Weise unterstützt haben.“
Pressemitteilung Automobil-Club 1927 Mayen im ADAC
Die Feuertaufe im Prototypensport ist gelungen – starke Leistung und ein weiterer Schritt in Richtung Motorsport-Zukunft! Foto: Martin Bormann
Der Nachwuchsfahrer aus den Reihen des AC Mayen stellte sich beim Team Rennsport Rössler einer neuen Herausforderung und meisterte seine Feuertaufe im Prototypensport mit Bravour. Foto: Rennsport Rössler
