Allgemeine Berichte | 26.07.2013

Ettringer Ehepaar feiert Eiserne Hochzeit

Maria und Philipp Bell

Seit 65 Jahren gehen sie gemeinsam durchs Leben: Maria und Philipp Bell aus Ettringen. BS

Ettringen. „Wenn auch die Jahre enteilen“, dieser von Paul Linke komponierte Ohrwurm wird den Eheleuten Maria und Philipp Bell am Tag ihrer „Eisernen Hochzeit“ sicher durch den Kopf gehen, wenn sie in Erinnerungen schwelgen. Viele schöne gemeinsame Jahre liegen hinter den beiden, in denen man durch „dick und dünn“ gegangen und auch Freude und Leid geteilt hat.

Aber die „echten Ettringer“ haben nie ihren Optimismus, ihren Humor und ihre Liebe zur Heimat unterhalb des Hochsimmers verloren.

Philipp lernte „seine“ Maria als Tochter der örtlichen Musikantenfamilie Krämer kennen und lieben. Genau vier Tage nach der Währungsreform, am 24. Juni 1948, jeder bekam damals den Betrag von 40 Mark ausbezahlt, gaben sich die beiden vor dem Standesamt in Mendig das „Ja-Wort. Und am 12. August 1948 gab Pfarrer Karl Kiefer in der Ettringer Pfarrkirche den Segen dazu.

Die 88-jährige Maria, gelernte Köchin, Hausfrau und Mutter, hat vieles bewirkt in ihrem Heimatort.

Man denke nur an ihre Mitgliedschaft bei den Möhnen, beim Seniorenturnen oder über 15 Jahre lang als Vorsitzende, sozusagen als „Chefin“ der Ettringer Frauengemeinschaft. Und für eine Musikantentochter ist es natürlich nicht verwunderlich, wenn sie kurzerhand beim Mai-Wecken der Ettringer Blakapelle auch einmal in das Mundstück einer Trompete bläst.

Philipp, heute 92 Jahre alt, hat, wie kann es in dieser Zeit anders in dieser steinreichen Region sein, ab seinem 14. Lebensjahr auf dem „Winnfeld“ Steinmetz gelernt und war später über 20 Jahre in seinem Beruf an vielen Kölner Kirchen tätig, war bei der Kolpingsfamilie, im Sportverein, beim Gartenbau, dem DRK, im VdK oder aber als Mitglied des Ortsgemeinderates aktiv. Leider verlangte auch das „Vaterland“ seinen Tribut. So war Philipp gar zweimal beim Russlandfeldzug dabei, wo er auch jedes Mal verwundet wurde, und seine spätere Frau Maria war vom 7. Januar bis Juli 1945 als Wehrmachtshelferin in Kodan in der Tschechei verpflichtet worden.

Beide haben sich über alle gemeinsamen Jahre ihren Humor bewahrt. Die Eheleute sind beliebt und geachtet im Ort und weit darüber hinaus. Aufmerksam haben Maria und Philipp immer am Dorfgeschehen teilgenommen. Neben vielen anderen Gratulanten stehen auch die Söhne Werner und Karl-Heinz, die Schwiegertöchter Brunhilde und Hiltrud, die vier Enkel Alexandra, Christina, Lea und Fabian sowie Urenkel Synthian bereit, um den Eltern, Groß- und Urgroßeltern weiterhin viel Glück zu wünschen. Und nun wird gefeiert. Sohn Werner Bell hat dazu in sein Haus in der Ettringer Dornesstraße eingeladen. Am 12. August wiederholt sich die schöne Zeremonie der Hochzeit. Dann nämlich, wenn Pastor Ralf Birkenheier innerhalb einer kleinen häuslichen Messfeier um Gottes Segen für beide bittet, für weitere wunderschöne gemeinsame Jahre. „Blick aktuell“ schließt sich diesen Wünschen von Herzen an.

Seit 65 Jahren gehen sie gemeinsam durchs Leben: Maria und Philipp Bell aus Ettringen. Foto: BS

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