Jobcenter Landkreis Mayen-Koblenz - ESF unterstütztes Projekt „ZAG“ bei der Komm-Aktiv GmbH
Minijobber in sozialversicherte Stelleninhaber verwandeln
Kreis Mayen-Koblenz. In Zeiten der Arbeitslosigkeit in der Region gestaltet sich die Suche nach einem Arbeitsplatz, der die Familie ernährt, oft sehr schwierig. Ganz besonders dann, wenn ein Auto fehlt oder es an Kinderbetreuung mangelt. In der Not wird dann oft schnell zu den von Unternehmen vielfach offerierten Minijobs gegriffen. Diese sind einfach zu bekommen, oft ohne großen Bewerbungsaufwand und ohne verlangte Vorkenntnisse. Der Verdienst reicht jedoch, wenn im Haushalt niemand anderes verdient, nicht zum Lebensunterhalt aus. Es bleibt oft nur ein Ausweg - das fehlende Geld wird dann durch Aufstockung beim Jobcenter beantragt. Das kommunale Jobcenter initiierte daher das vom Europäischen Sozialfond ESF unterstützte Projekt „ZAG“ (Zügig aus geringfügig), um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Der gegenwärtige Programmzyklus des Europäischen Sozialfonds ESF läuft derzeit unter dem Motto „In Menschen investieren“ und unterstützt Projekte im Land zur Beschäftigungsförderung. Ein Drittel aller deutschen Städte und Landkreise mit den meisten Minijobs liegt in Rheinland-Pfalz, das sagt eine aktuelle Studie. Fast 400.000 Minijobber gibt es in dem Land mit vier Millionen Einwohnern, vor allem Frauen. Allein dies verdeutlicht die Wichtigkeit des Projektes, das seit dem 1. April .2012 Minijobber in sozialversicherungspflichtige Stelleninhaber verwandelt. Dies gelingt durch gute Vernetzung mit Unternehmen verschiedenster Branchen - vor allem auch direkt zu Unternehmen in Mayen und näherer Umgebung. 27 erfolgreiche Vermittlungen konnten bisher in diesem Jahr bereits in Mayener Mittelstandsunternehmen vollzogen werden. Die Zusammenarbeit mit Arbeitgebern spielt hierbei eine Schlüsselrolle. Herr M., Familienvater, Mitte Vierzig verharrte in einem Minijob im Baugewerbe und musste zusätzlich Leistungen beziehen. Mit Aufnahme in das Projekt fanden hier zielgerichtet und verstärkt sofort Bewerbungsaktivitäten mit persönlicher Unterstützung durch die Projektbetreuung statt. Über kurzen Weg wurde hier Kontakt zu Arbeitgebern aufgenommen. Eine zweiwöchige Praktikumphase brachte den gewünschten Erfolg für beide Seiten. Es kam zu einem Wechsel in ein sozialversicherungspflichtiges Vollzeitarbeitsverhältnis. Das ESF geförderte Projekt ZAG findet in den Räumen der Komm-Aktiv GmbH statt. Ansprechpartner ist die Arbeitsvermittlerin Annette Geiermann. Das Projekt ist immer auf ein Jahr befristet. Derzeit werden etwa 20 Kunden in Mayen im Rahmen des Projektes betreut und es existiert eine Warteliste.
