Netzwerk Inklusion Mayen-Koblenz beim Rheinland-Pfalztag
„Mittendrin und nicht daneben!“
Neuwied. Beim größten Landesfest war auch das Netzwerk Inklusion dabei. Das Wochenende stand hierbei ganz im Zeichen von Information und Mitmachaktion innerhalb der Sozialmeile in der Innenstadt Neuwieds. Bei zahlreichen interessanten und wichtigen Gesprächen erfuhren die Mitwirkenden des Netzwerkes viel Zuspruch, hohes Interesse und zugleich auch etliche offene Fragen, viel Frustration und spürbaren Pessimismus. Fachkräfte in Regeleinrichtungen fühlen sich alleine gelassen, Eltern und Angehörige blicken nicht durch bei wem sie was an Unterstützung bekommen können, viele haben noch nie etwas vom Begriff der Inklusion gehört und Initiativen/Angebote in diesem Bereich wissen nichts voneinander. Umso wichtiger, den Versuch zu wagen Vorhandenes zu vernetzen, untereinander Kontakte herzustellen, öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen zu initiieren und die Stimmen und Erfahrungen von Betroffenen an Entscheidungsträger zu vermitteln. Auch zahlreiche „prominente“ Interessenten besuchten den Stand des Netzwerkes: Ob Sozialminister Alexander Schweitzer, Familienministerin Irene Alt, Ex-Ministerpräsident Kurt Beck, Landes- und Fraktionsvorsitzende Julia Klöckner oder Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche und damit eine parteipolitisch übergreifende Aufgabe. Es bedarf zur Umsetzung außerdem einer resort- und zuständigkeitsübergreifenden Vernetzung - hierbei waren sich alle einig, die den Stand besuchten. Am letzten Tag stand das Engagement des Netzwerkes dann außerdem ganz im Zeichen des Festumzuges. Dank der Kooperation mit Matthias Lemgen von der Kreisjugendfeuerwehr Neuwied und der großartigen Beteiligung der Lebenshilfe Mayen-Koblenz war das Netzwerk mit Motivwagen und großer Fußgruppe auch hier „Mittendrin und nicht daneben!“ vertreten. Inklusion will gelebt sein und dazu gehört es wohl, sich gemeinsam auf den Weg zu machen. Das Miteinander der Kinder und Jugendliche aus den Gruppen der Feuerwehr und dem Netzwerk, das selbstverständliche Zugehen auf das Publikum und andersrum macht Mut und zeigt, wie wichtig es ist, konkrete Aktionen gemeinsam durchzuführen und sich über diesen Erfahrungswert gelebter Inklusion immer weiter langsam anzunähern. Das Team vom SWR-Fernsehen wählte den Beitrag des Netzwerkes dann auch aus und sendete ein kurzes Interview während der Live-Übertragung des Festzuges. Inklusion braucht sicherlich veränderte Rahmenbedingungen und Strukturen, braucht engagierte Zusammenarbeit zwischen Betroffenen, Fachkräften, Vereinen, Initiativen, politisch Verantwortlichen und braucht eben auch Aufmerksamkeit in der Gesamtgesellschaft. Die Beteiligung des Netzwerkes Inklusion am Rheinland-Pfalz-Tag war hierbei sicherlich ein weiterer wichtiger Schritt. Weitere Informationen zum Netzwerk Inklusion MYK finden sich unter www.netzwerk-inklusion-myk.de
Ministerpräsidentin Malu Dreyer besuchte den Infostand von Netzwerk Inklusion MYK.
Auch Landes- und Fraktionsvorsitzende Julia Klöckner Julia Klöckner interessiert sich für Inklusion.
