Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein - St. Elisabeth Mayen
Neue Wege der Patientenbetreuung
Interessierte Bürger können sich ehrenamtlich im St. Elisabeth engagieren
Mayen. In Rheinland-Pfalz leiden aktuell etwa 80.000 Menschen an einer Demenz. Diese Zahl wird durch die gestiegene Lebenserwartung in den nächsten Jahren weiter steigen. Das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, St. Elisabeth Mayen, stellt sich dieser Herausforderung bereits mit verschiedenen Aktionen und Konzepten. Seit Jahren gibt es eine Demenz-AG, die 2013 die Wanderausstellung „Demenz ist anders“ ins Krankenhaus geholt hat und ergänzend einen Vortrag bot. Mit dem Krankenhausforum wurde eine sogenannte gute Stube eingerichtet. „Ein Krankenhausaufenthalt bedeutet für Menschen mit Demenz enormen Stress. Die wohnliche Atmosphäre der guten Stube bietet Entspannung und Wohlgefühl, sie trägt zur Ablenkung und Beruhigung bei“, berichtet Renate von Ritter, gerontopsychiatrische Fachkraft im Mayener Krankenhaus, und ergänzt: „Viele ältere Menschen kommen nicht ausschließlich mit einer akuten Erkrankung ins Krankenhaus, sondern auch mit einer Demenz. Die ungewohnte Umgebung, fremde Menschen und der nicht vertraute Tagesablauf verwirren sie und machen ihnen häufig Angst.“
Abhilfe schaffen dann auch die neuen „Aktivboxen“. Dazu Pflegedienstleitung Mechthild Annen: „Die mit Spielen und Büchern ausgestatteten Boxen sollen Angehörigen die Möglichkeit bieten, sich mit ihrem Erkrankten zurückzuziehen und außerhalb des Patientenzimmers in gemütlicher Atmosphäre die Angebote zu nutzen.“ Die Pflege von demenziell Erkrankten, benötigt Wissen um die Erkrankung und damit verschiedener Verhaltensweisen. Sie fordert viel Geduld und Einfühlungsvermögen. Menschen mit Demenz brauchen ein hohes Maß an Zuwendung, dies bedeutet: „Zeit haben“.
„Zeit, die im Krankenhaus mit seiner medizinischen Ausrichtung oft fehlt. Im Sinne einer ganzheitlichen Patienten-Betreuung sind Zuwendung und Beschäftigung von großer Bedeutung. Um diesem hohen Anspruch gerecht werden zu können, ist für die Zukunft die Einrichtung eines ehrenamtlichen Dienstes geplant“, erläutert Mechthild Annen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich gerne bereits jetzt melden, Tel. (0 26 51) 83 20 00.
Pressemitteilung
Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein
