Die Backhausstraße in St. Johannn hat ein neues Schmuckstück
Neues „Backes“ an historischer Stelle
St. Johann. Die Backhausstraße kennt in St. Johann fast jedes Kind. Doch woher der Name stammt, war, abgesehen von der älteren Generation des Dorfes, vielen nicht bekannt.
Im Jahre 2011 hat der Eigentümer des Eckgrundstücks zur Hauptstraße, Thomas Montada, mit Hilfe der Nachbarschaft ein „Backes“ gebaut. Insbesondere durch die Verwendung heimischer Materialien (Tuff, Basalt und Naturschiefer) ist ein historischer Bezug zu erkennen. Denn an dieser Stelle stand bis Anfang der 1960er Jahre das „Dorfbackes“.
Wie fast in jedem Eifeldorf zur damaligen Zeit wurde einmal in der Woche das „Backes eingeheizt“ und man traf sich dort zum gemeinsamen Abbacken der Brote.
Natürlich war dies auch ein gemeinschaftlicher Treffpunkt für die Bewohner des Dorfes.
In den Wirtschaftswunderjahren ging das Backen des eigenen Brotes immer mehr zurück. Für St. Johann war dies auch kein Problem, da damals noch eine Bäckerei im Ort für das tägliche Brot sorgte.
Zwischen dem Neubaugebiet Barbarastraße und dem alten Ortskern musste eine Verbindung geschaffen werden. So wurde das alte „Backes“ abgerissen.
Die Erinnerung sollte jedoch nicht ganz verloren gehen und die Gemeinde gab der neuen Straße den Namen „Backhausstraße“.
Neben dem Straßennamen erinnert das neue „Backes“ auf dem entsprechend gestalteten Eckgrundstück an die langjährige dörfliche Tradition und ist mit Sicherheit eine Bereicherung des Ortskerns.
Um auch die Tradition eines Dorfbackes als Treffpunkt zu erhalten, findet alle 2 Jahre an dieser Stelle das „Backesfest“ statt Hieran beiteiligen sich auch die umliegenden Nachbarn mit ihren dörflichen Hofgrundstücken.
Auch in diesem Jahr wird das „Backesfest“ am 12. Juli ab 14.00 Uhr hoffentlich wieder viele Besucher erfreuen. Ausrichter ist diesmal die Freiwillige Feuerwehr.
