Allgemeine Berichte | 12.02.2015

Mayener Narren erstürmten die General-Delius-Kaserne

Prinzipal vom Zirkus Kürrenberg musste Schlüssel übergeben

Auf der Bühne des Casinos verliest der „oberste“ Zirkusdirektor Christian Bader die Kapitulationsurkunde.

Mayen/Kürrenberg. Unumwunden musste der Prinzipal vom Zirkus Kürrenberg, der „oberste“ Zirkusdirektor Christian Bader schon nach kurzer Zeit die Niederlage seiner Artisten, Akrobaten, Dompteure und Clowns eingestehen und den unbelehrbaren Mayener Narren unter Führung von Prinz Gerd freien Zutritt zur Manege lassen. Sollte mit dem Motto der letztjährigen Kasernenerstürmung „Wir bauen um - und das täglich!“ der Wandel und die Veränderungen innerhalb der General-Delius-Kaserne auch mit ein wenig Selbstironie deutlich gemacht werden, so bleibt zu hoffen, dass das diesjährige Motto „ZOpKom Zirkus Bw“ nicht als „nomen est omen“ verstanden werden darf und das Zentrum Operative Kommunikation in einen Zirkus verwandelt wurde.

Vor dem großen Tor hatten sich die Korporationen der Stadt Mayen versammelt, um unter Führung eines kämpferisch und gut gelaunten Prinzen die letzten Bastionen der Obrigkeit närrisch in Besitz zu nehmen. Sicher erhoffte sich Oberbürgermeister Treis bei seiner Unterstützung der Narren Informationen aus erster Hand und wertvolle Tipps, wie die Rathauserstürmung zu verhindern sei, die für den folgenden Tag angekündigt war. Es ist nicht bekannt geworden, wie viel Zuversicht der Oberbürgermeister aus der Pleite der „Fachleute“ schöpfen konnte.

Waren zunächst noch großspurige Töne vom Zirkusdirektor zu hören wie „ich sehe ja niemanden“ und „wie soll diese Handvoll Narren denn unsere Kaserne einnehmen“, so soll es diesmal ein übler Verräter aus den eigenen Reihen gewesen sein, der in der Nachbarschaft des Prinzenpaares wohnt und den entscheidenden Tipp gegeben hat. Aber auch ohne den Abtrünnigen war wohl erwartet worden, dass dem närrischen Ansturm auf Dauer kein erfolgreicher Widerstand entgegen gesetzt werden kann. So war geplant, den Sieg und den Einzug der karnevalistischen Hoheiten Prinz Gerd und Prinzessin Uschi in die General-Delius-Kaserne anschließend bei einem närrischen Programm ausgiebig zu feiern. Das hatte für die Soldatinnen und Soldaten schon um 11.11 Uhr begonnen und gut gelaunt war man nach der Begrüßung durch Kommandeur Christian Bader, dem Clochard Lorry, Militärpfarrer Michael Kühn als Erzengel Michael, de Bates, den Real Safri und Helene Fischer gemeinsam zum Tor marschiert, um die Narren „gebührend“ in Empfang zu nehmen.

Nach dem Eindringen der Narren durch das große Tor gab es jedoch kein Halten mehr für die Narrenschar und nach kurzer Zeit musste der Kasernenschlüssel übergeben werden. Schon wieder in vertrauter Gemeinsamkeit strebten Sieger und Besiegte anschließend dem Kasino zu. Dort feierten Prinz Gerd, Prinzessin Uschi und die ganze Narrenschar zusammen mit den Besiegten ein fröhliches Beisammensein. Sämtliche Streitigkeiten waren dabei sofort vergessen. „Wir wollen mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Mayen herzlich feiern“ versicherte Oberst Christian Bader und darauf hatte man sich teilweise seit Wochen vorbereitet. Neben Speisen und Getränken aus der Kantine wurden sowohl Gesang, Tanz als auch Comedy mit dem von Hauptmann Christoph Kub und Kapitänleutnant Christoph Jan Longen professionell moderierten Spektakel geboten. Mit dabei war erneut Ray Style, der mit seinem Partner eine extravagante Show aus der Welt der Artistik sowie der Kampfkunst Kung Fu zeigte und auch der Koblenzer Kult-Hejel Rolli Hassdenteufel war wieder mal „good druff“. Samba-Tänzerin Neuza von der Tanzformation „Timbalando-Brasil“ und die Showtanzgruppe aus Münstermaifeld zählten zu den Höhepunkten. Der gemeinsamen Feier schloss sich im Offizierskasino auch noch eine After-Show-Party an.

Auf der Bühne des Casinos verliest der „oberste“ Zirkusdirektor Christian Bader die Kapitulationsurkunde.
Prinzipal vom Zirkus Kürrenberg musste Schlüssel übergeben

Ray Style bot erneut eine extravagante Show aus der Welt der Artistik und der Kampfkunst Kung Fu.

Auf der Bühne des Casinos verliest der „oberste“ Zirkusdirektor Christian Bader die Kapitulationsurkunde.

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