Volles Haus bei der Vernissage in der Kreissparkasse Mayen
Sehenswerte Ausstellung macht „Lust auf Pilgern“
Mayen/Region. Im Jahre 2005 wurde die St. Jakobus-Gesellschaft Rheinland-Pfalz-Saarland e.V. gegründet, um alte Pilgerwege wieder herzustellen. Mit Unterstützung der Sparkassen hat diese Gesellschaft eine Wanderausstellung zusammen gestellt, die unter der Schirmherrschaft des Europarates steht. Jetzt nun präsentierte die Kreissparkasse Mayen gemeinsam mit der engagierten St. Matthias Bruderschaft Mayen diese sehenswerte Ausstellung in der Schalterhalle der Filiale St.-Veit-Straße.
Der Andrang bei der Vernissage war enorm. Fast 140 interessierte Gäste, darunter wahre „Pilgerexperten“, waren zum hehren Anlass in das Kreditinstitut gekommen. Natürlich zur Freude des KSK-Vorstandsvorsitzenden Peter Schaaf, selbst ein Matthias-Bruder, der die Besucher begrüßte. „Hier und heute geht es um etwas, was uns alle - so glaube ich - gemeinsam verbindet: „Das Pilgern“. Und diese Ausstellung bildet einen Überblick der Jakobswege in Rheinland-Pfalz, mit unserem „Eifel-Camino“ als Schwerpunkt. Hier soll der Betrachter zu einer Pilgerreise eingeladen werden, ja er soll quasi „Lust aufs Pilgern“ bekommen. Viele von Ihnen können Erinnerungen auffrischen, oder dazu animiert werden, den Weg selbst in Angriff zu nehmen. Denn dieser Weg entsteht im Gehen“, so der Sparkassenchef, der bei dieser Gelegenheit auch viele der anwesenden Protagonisten, darunter MdB Mechthild Heil, Dr. Herbert Fleischer, Mayens Oberbürgermeister Wolfgang Treis, Roland Zick, Wolfgang Dröschel und Franz Bläser von der Jakobs-Gesellschaft, die Damen und Herren des Verwaltungsrates, die Verbandsbürgermeister und die Verantwortlichen der am Eifel-Camino liegenden Kommunen sowie ganz besonders den ständig „Laufenden Motor“ der St. Matthias-Bruderschaft, Heinz Schäfer, auf das Herzlichste begrüßte. Dieser freute sich ganz besonders, das sich die Jakobswege, einem Spinnennetz gleich, durch ganz Europa erstrecken. „Diese glorreiche Idee, den alten Pilgerweg durch die Eifel zu erforschen, entstand erfreulicher Weise durch meine „Mitpilger“ Peter Schaaf, Adolf Rehfisch, und Albert Nell auf dem Jakobsweg in Nord-Spanien in Logrono“, verriet Heinz Schäfer, der viele weitere Infos zum „Pilgerthema“ über den Hl. Jakobus in unserer Region, Jakobus-Altäre, oder Jakobus-Fresken in Kirchen oder Klöstern, in petto hatte. Wahrlich Zeugnis einer großen Verehrung der Heiligen. Der „Spitzenmann“ der Matthias-Bruderschaft informierte die Anwesenden ausführlich über alle von der Bruderschaft in den letzten Jahren durchgeführten Maßnahmen: Ob nun die Markierung der Wegstrecke mit 125 Basalt-Pilgerstehlen mit dem Symbol der Muschel, die Anbringung des großen Jakobus-Reliefs an der Mayener Clemens Kirche, die Pilgerbrunnen in Maria Laach und Kaisersesch oder gar die große St. Jakobus Säule zwischen Mayen und Monreal, um nur einiges zu nennen. Allesamt einmalige Anziehungspunkte am Eifel-Camino..
Ruhe und Einkehr
„Wer pilgert, der bewegt sich nicht nur, und entdeckt dabei eine schöne und sehenswerte Landschaft. Nein, er findet auch innere Ruhe und Einkehr. Viele Menschen entscheiden sich heute zu pilgern, wenn Sie an der Schwelle einer Veränderung in ihrem Leben stehen und Kraft sammeln wollen. Pilgern ist also eine wertvolle Erfahrung, die uns allen etwas geben kann. Diese Ausstellung mit ihren vielen informativen Bannern regt sicherlich dazu an, dass „Pilgern“ noch einer größeren Masse näher kommt“, so Mayens Oberbürgermeister, Wolfgang Treis in seinem Grußwort. Und der Präsident der St. Jakobus-Gesellschaft Rheinland.-Pfalz-Saarland, Roland Zick, zeigte sich erfreut über den großen Einsatz der Matthias-Bruderschaft, mit ihren engagierten Mitgliedern vor Ort. „Wir, die Jakobus-Gesellschaft und die Matthias Bruderschaft pflegen eine langjährige Freundschaft, gewachsen und mit viel Vertrauen verbunden, darum harmonieren wir auch nebeneinander so wunderbar. So kooperieren wir auch mit dieser heute eröffneten Ausstellung mit der Matthias Bruderschaft und der Sparkasse wieder mal gemeinsam exzellent. So unter dem Motto: „Gemeinsamkeit macht stark“, freute sich der Präsident.
Ein am Ende von Peter Schaaf vorgetragenes Zitat von Paulo Coelho sagt eigentlich alles: „Manchmal zeigt sich der Weg erst, wenn man anfängt“.
Die Ausstellung ist noch bis zum 12. April in der Kreissparkasse Mayen, St. Veit Straße und vom 15. April bis zum 30. April 2013 in der KSK-Filiale Andernach, am Johannesplatz zu sehen.
Heinz Schäfer informierte über die vielseitige Arbeit seiner Bruderschaft.
