Hochwasserschutz Eiterbach Mayen
Stadt Mayen setzt nächsten Schritt beim Hochwasserschutz am Eiterbach
aus Mayen
Mayen. Der Stadtrat hat die Planung zur Umlegung und Renaturierung des Eiterbachs im Bereich „Stadion“ beschlossen. Damit wird ein weiteres wichtiges Vorhaben aus dem städtischen Hochwasserschutzkonzept weiter vorangetrieben.
Der Eiterbach soll zwischen den Bereichen „Gipsmühle“ und „An Sagnesmühle“ ein neues, naturnahes Bachbett erhalten. Aktuell verläuft er dort teilweise noch in einem Betonkanal und wird unter der Straße hindurchgeführt. Künftig soll der Bach offen durch städtische Grünflächen fließen und sich dort wieder naturnah entwickeln können.
Das betroffene Gelände befindet sich im Eigentum der Stadt und wurde bislang unter anderem als Garten- und Lagerfläche genutzt. Einige der dort vorhandenen Gartenhäuser wurden bereits zurückgebaut, um die Fläche auf die kommenden Maßnahmen vorzubereiten.
Der neue Bachlauf wird so gestaltet, dass er künftig mehr Wasser aufnehmen kann und damit auch einen Beitrag zum Hochwasserschutz leistet. Zusätzlich entstehen zwei Überflutungsflächen (Auenbereiche), in denen sich das Wasser bei höheren Pegeln gezielt ausbreiten kann. Dadurch werden gleichzeitig neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen.
Für die Querung der Bereiche „Gipsmühle“ und „An Sagnesmühle“ werden neue Durchlässe errichtet, damit der Bach sicher unter den Straßen hindurchgeführt werden kann. Die komplette Planung wurde eng mit den zuständigen Fachbehörden begleitet.
Zudem wird an einer Stelle zusätzlich das Ufer gesichert, um die angrenzende Straße dauerhaft zu schützen.
Bei der Planung wurde darauf geachtet, den Eingriff in die Natur so gering wie möglich zu halten. Nur wenige Bäume müssen entfernt werden, darunter auch einzelne Obstbäume, die an anderer Stelle ersetzt werden. Insgesamt führt die Maßnahme zu einer ökologischen Aufwertung, da der Eiterbach deutlich naturnäher gestaltet wird und neue Lebensräume entstehen.
Vor Beginn der Arbeiten wird der Bereich zudem vorsorglich auf mögliche Kampfmittel aus früheren Zeiten untersucht. Dafür sind zunächst vorbereitende Maßnahmen wie Rodungen erforderlich.
Die Baukosten einschließlich der Baunebenkosten betragen rund 845.000 Euro. Die förderfähigen Kosten der Maßnahme werden voraussichtlich über die Programme KfW 444 sowie „Aktion Blau Plus“ mit bis zu 90 Prozent gefördert.
Mit dem Projekt verbessert die Stadt Mayen sowohl den Hochwasserschutz als auch die ökologische Qualität des Eiterbachs und schafft damit einen wichtigen Beitrag zu einer klimaangepassten Stadtentwicklung.
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Die Stadt Mayen plant die Umlegung und Renaturierung des Eiterbachs im Bereich „Stadion“. Ziel ist eine naturnahe Gewässerentwicklung und ein verbesserter Hochwasserschutz Foto: Jacqueline Blang/Stadt Mayen