Allgemeine Berichte | 23.03.2015

Ostermarkt am Bernardshof brachte BesucherInnen zum Staunen

Vom Show-Schmieden bis zum Bogenschießen ein besonderes Erlebnis

Auf Ostern eingestimmt - Jugendhilfeeinrichtung präsentierte sehenswerte, handgefertigte Arbeiten

Manuela Baba mit Sohn Julian aus Altenkirchen fanden das Metallschaf mega putzig.

Mayen. Das war wieder einfach fantastisch und überwältigend, was die jungen Menschen extra für diesen Tag liebevoll und vor allem kreativ auf die Beine gestellt hatten. Wundervolle Floristikarbeiten, Osterschmuck und Frühlings-Deko aus den verschiedensten Materialien wurden nämlich in und vom Team der CreativWerkstatt angeboten. Ute Thönnes, Bereichsleiterin Hauswirtschafterin, zeigte voller Stolz die Arbeiten ihrer „Mädels“ aus der Mendiger Gruppe. Blumenvasen aus Stoff und dazu noch in Gestalt einer Gießkanne, die waren schon der absolute Renner. Bernardshof-Direktorin Freisberg hatte es auf die Kissen mit den aufgenähten Häschen „abgesehen“, bevor sie die aus Holz geschnitzten Käsebretter entdeckte. Wie ihr ging es vielen Besuchern, man kam aus dem Staunen nicht mehr heraus und hätte eigentlich alles mitnehmen wollen. Vor allem, weil vieles auch Gewerke übergreifend entstanden ist, wie beispielsweise die extravaganten Paletten-Möbel, die in der Gärtnerei standen und bei denen sowohl die Schreiner, wie auch die Maler Hand angelegt hatten.

Sehenswerte Metallarbeiten, vom Pflanzenstecker bis hin zum handgeschmiedeten Smoker, ja, sogar ein putziges Metall-Schaf, präsentierte im Freien die Ausbildungsschlosserei des Jugendhilfezentrums. Da waren nicht nur rein nützliche, sondern sehr außergewöhnliche Stücke, die Garten, Balkon und Terrasse nicht bloß schmücken, sondern als echte Hingucker zu einem besonderen Highlight in der Freiluftsaison machen. Die begehrten Einzelstücke, bei deren Entstehung alle Neugierigen im Bereich einer kleinen Show-Schmiede teilweise sogar zuschauen konnten, wechselten vielfach schnell den Besitzer.

Traumberuf gefunden

Ein echter Blickfang waren die in Herzform geschmiedeten Holzaufbewahrungssysteme. Und nur zu gerne lauschten die Besucher am lodernden Feuer den Erklärungen der Azubis Waldemar Ichtendritz, Marcel Zimmer (beide 3. Lehrjahr) und Tobias Reuter (1. Lehrjahr), die gemeinsam mit Meister Benedikt Koll kompetent und mit viel Witz einen Einblick in die traditionelle Schmiedekunst gaben. „Für mich ist das mein Traumberuf“, erzählte Tobias Reuter, der gerade dabei war, den Leib einer Libelle zu schmieden. „Das dauert ca. zwei Tage, bis sie fertig ist“, erläuterte er und zeigte, wie viel Kraft man teilweise benötigt, um das heiße Eisen mit dem drei oder fünf Kilo schweren Hammer zu formen.

Wie vielfältig auch die Materialien sind, mit denen am Bernardshof gearbeitet wird, wurde am Stand des Schreinerei-Teams deutlich, das an diesem Tag seine neue Kollektion präsentierte. Vom Kräuterpflanzkästchen über die farbenfrohen Osterkörbchen bis hin zum Holztablett und viel Dekorativem für den Garten boten die angehenden, jungen HandwerkerInnen eine breite Palette origineller und handgefertigter Artikel dar.

Schreinerlehrling Steven fertigte in liebevoller Detailarbeit kleine Holzhäschen. „Die können die Kinder als Ostergruß vom Bernardshof mit nach Hause nehmen und dann anmalen“, erklärte Britta Müller, die für die Ausbildung der jungen Menschen in der Schreinerei mitverantwortlich ist.

„Erlebnispädagogik“ hautnah

Wie kompetent der Bernardshof in Sachen „Erlebnispädagogik“ ist, das demonstrierte u.a. Erlebnispädagoge Christian Hain, der die jungen Gäste in die Kunst des Bogenschießens einführte. Hier standen die Kinder Schlange, um das Ziel zu treffen. „Wir sind bei jeder Veranstaltung hier, das ist alles immer so toll gemacht“, freute sich die Oma von Kilian Dötsch aus Alzheim. Der 6-Jährige hatte sich schon die ganze Zeit aufs Bogenschießen gefreut.

Für Mutige ging es dann zum Kistenklettern, auch bekannt als Kistenstapeln. Dass das nicht nur was für Jungs ist, bewies die 9-jährige Felicety, die allerdings auch froh war, dass sie durch ein Seil gesichert wurde.

Viel Spaß hatten die ganz Kleinen in der Hüpfburg, da ging es stellenweise ganz schön turbulent zu.

Wer dann alles gesehen hatte oder einfach mal nur ein Päuschen einlegen wollte, für den war in der nach Drinnen verlegten Cafeteria mit zahlreichen Köstlichkeiten bestens gesorgt. „Wir haben geahnt, dass es vielleicht nicht ganz trocken bleibt, und haben lieber vorgesorgt“, lud Direktorin Freisberg an die gemütlichen Tische ein.

Es war wieder eine rundum gelungene Veranstaltung am Bernardshof Mayen, den es immer wieder lohnt, ihn noch ein bisschen besser kennenzulernen. „BLICK aktuell“ startet deshalb in Kürze eine Serie, um Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, diese besonders liebenswerte und engagierte Jugendeinrichtung unter der Überschrift „Leben, Wohnen und Lernen am Bernardshof“ näher zu bringen.

Man muss leider sagen, das Wetter hatte am vergangenen Samstag nichts Frühlingshaftes an sich, als der Bernardshof in Mayen zum beliebten Ostermarkt auf dem Gelände der CreativWerkstatt und der Gärtnerei eingeladen hatte. Erst am späten Nachmittag zeigte sich ein klein wenig die Sonne. Doch wer den Weg zur Jugendhilfeeinrichtung gefunden hatte und das waren wieder jede Menge Gäste aus nah und fern, der hatte, als er den Heimweg antrat, den Frühling im Herzen und sicherlich jede Menge Lust, die eigenen vier Wände entsprechend zu dekorieren.

Manuela Baba mit Sohn Julian aus Altenkirchen fanden das Metallschaf mega putzig.
(V.r.) Direktorin Regina Freisberg und Ute Thönnes, Bereichsleiterin Hauswirtschaft, waren begeistert vom handwerklichen Geschick der Mädels aus der Mendiger Gruppe.Einfach klasse waren die Blumenvasen aus Stoff und in Gestalt einer Gießkanne.

(V.r.) Direktorin Regina Freisberg und Ute Thönnes, Bereichsleiterin Hauswirtschaft, waren begeistert vom handwerklichen Geschick der Mädels aus der Mendiger Gruppe.Einfach klasse waren die Blumenvasen aus Stoff und in Gestalt einer Gießkanne.

Manuela Baba mit Sohn Julian aus Altenkirchen fanden das Metallschaf mega putzig.

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