Tag der Reservisten auf dem Marktplatz in Mayen
Von wegen „Reserve hat Ruh“
Reservisten aus ganz Rheinland-Pfalz informierten über ihr freiwilliges Engagement für die Bundeswehr und für das Wohl aller Bürgerinnen und Bürger
Mayen. Von wegen „Reserve hat Ruh“, da wurde man in Mayen etwas Besseres gelehrt. Reservisten aus ganz Rheinland Pfalz informierten auf dem Marktplatz, zwischen Altem Rathaus und ehrwürdiger Genovevaburg, über ihr freiwilliges Engagement für die Bundeswehr und für das Wohl aller Bürgerinnen und Bürger. Und mit von der Partie waren ihre Partnerorganisationen, die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk (THW). Pünktlich um 11 Uhr wurde bei Gluthitze die Landes-Veranstaltung zum „Tag der Reservisten“, auf der Marktplatzbühne durch den Vorsitzenden der Landesgruppe Rheinland-Pfalz des Reservistenverbandes, Oberst d.R. Michael Sauer und Mayens Oberbürgermeister, Wolfgang Treis, offiziell eröffnet. Wolfgang Treis, der als Schirmherr fungierte, hob in seiner Ansprache besonders heraus, das Mayen und die Bundeswehr schon immer eng verbunden waren. „Wir Mayener sehen die Bundeswehr als einen Teil unserer Stadt und kooperieren in vielerlei Hinsicht gut und gerne. Auch dieser heutige Reservistentag ist wieder ein äußeres Zeichen für unsere Stadt zu der Bundeswehr und in diesem Fall zu den Reservisten“. Oberst d.R., Michael Sauer, und der Kommandeur des Landeskommandos Rheinland-Pfalz, Oberst Erwin J. Mattes, informierten hautnah: „Rund 6.600 aktive Mitglieder haben wir in Rheinland-Pfalz. Das sind Reservisten, die im Verband aktiv sind. Die Zahl der Bürgerinnen und Bürger, die Uniform getragen haben, und deshalb den Reservistenstatus besitzen, ist aber weitaus höher. Es sind in unserem Lande, sage und schreibe, die stolze Anzahl von rund 400. 000“. Besonders freute man sich von offizieller Seite über die Anwesenheit von Abordnungen der amerikanischen Streitkräfte aus Wiesbaden-Erbenheim: „A cordial welcome to all of our american friends - we´re glad to have you here.“ Der rheinland-pfälzische Staatssekretär im Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur, Randolf Stich, überbrachte die besten Grüße und die hohe Anerkennung der Landesregierung und der Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Viele prominente Gäste sahen sich anschließend an den Stationen die Aktionen der Reservisten und ihrer Partner an. Und davon gab es viele, die von interessierten Marktbesuchern in Augenschein genommen wurden. Da konnte man Einsatzfahrzeuge der Bundeswehr, der US-Streitkräfte, ein mobiles Sendestudio von Radio Andernach und Fahrzeuge von Feuerwehr und THW besichtigen. Dazu Exponate der Fregatte Rheinland-Pfalz, Infos über regionale Sicherungs- und Unterstützungskräfte und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Ein Cockpit des Kampfflugzeuges Tornado, eine Seenotrettungsinsel sowie Großgeräte von Feuerwehr und THW. Viele der Besucher, mindestens jeder Vierte männliche hatte wohl früher schon einmal als Wehrpflichtiger oder Zeitsoldat Bundeswehruniform getragen. Da kamen bei zünftiger Militärmusik, gespielt vom Reservistenmusikzug Trier, der zu den besten in Deutschland gehört, und der seit nunmehr 50 Jahren besteht, sicherlich Erinnerungen auf. Auch die musikalische Unterhaltung durch die Chorgemeinschaft Müden mit Gitarrengruppe bekam viel Beifall für ihre Darbietungen. „Wir möchten mit Ehemaligen ins Gespräch kommen, um sie für unseren Reservistenverband zu gewinnen“, so Oberst d.R. Michael Sauer zu „Blick aktuell“.
Ein weiteres Highlight war wohl die Ausstellung des Vermisstenforschers Uwe Benkel, der seit Jahren mit seinen Helfern auf der Suche nach abgestürzten Flugzeugen und ihren Besatzungen ist, und dabei auf die Hilfe möglichst vieler Reservisten baute. Eine tolle Schau der Kreisgruppe Koblenz-Mosel-Ahr, mit Bundeswehruniformen von 1957 bis heute regte zu vielen Diskussionen an.
Bei der Eröffnung begrüßte Oberst d.R., Michael Sauer (v.l.) Oberst Christian Bader, OB Wolfgang Treis, Oberst Erwin J. Mattes und den Staatssekretär Ronald Stich.Fotos: BS
Probeliegen für den „kleinen“ Besucher.
Einmal auf einem Schleudersitz Platz nehmen.
