Allgemeine Berichte | 12.12.2014

„Zukunftsdialog“ der SPD-Bundestagsfraktion im Bundestag

„Was wäre wenn?“ Ein Menijer Jung in Berlin

„Was wäre wenn?“ Ein Menijer Jung in Berlin

Mendig/Berlin. Einmal selbst in die Rolle der Abgeordneten schlüpfen und hautnah erleben, wie es sich anfühlt wenn die unterschiedlichsten Interessen und Meinungen aufeinander prallen und wie aus diesen vielfältigen Unterschieden eine gemeinsame Position formuliert wird. All das war möglich beim Planspiel „Zukunftsdialog“ der SPD-Bundestagsfraktion, die als Einzige von den vier im Bundestag vertreten Fraktionen eine derartige Veranstaltung für junge Menschen zwischen 15 bis 21 Jahren anbietet.

Als einer von knapp 100 Jugendlichen aus dem gesamten Bundesgebiet hatte sich der 19-jährige Sebastian Durben aus Mendig bei der für ihn zuständigen Wahlkreisabgeordneten der SPD und Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles erfolgreich beworben.

Vergangene Woche war es endlich so weit: Es galt in den verschiedenen, kleineren Planspiel-Arbeitsgruppen Forderungen zu formulieren, die dann in der Fraktion, dem Zusammenschluss aller Planspiel-Abgeordneten, beschlossen werden sollten. Abschließend wurden diese Beschlüsse den realen Arbeitsgruppen der SPD-Bundestagsfraktion vorgestellt und über deren Für und Wider angeregt diskutiert. Sebastian selbst war Mitglied der Arbeitsgruppe (AG) Bildung und Forschung und wurde von seinen Kolleginnen und Kollegen sogar zu ihrem Sprecher gewählt: „Als Planspiel-AG haben wir uns u.a. für die Abschaffung des Kooperationsverbotes eingesetzt, das dem Bund verbietet, die Länder bei Finanzierung der Bildung zu unterstützen. Auch fordern wir eine gerechtere Bildung durch die Bekämpfung der Ungleichheit der Bildungssysteme.“ Als ehemaliges Vorstandsmitglied der LandesschülerInnenvertretung Rheinland-Pfalz kannte sich Sebastian in dem Thema schon aus, allerdings betonte er auch, dass Kenntnisse über Politik oder gar eine Parteimitgliedschaft keine Voraussetzungen sind, um am Planspiel teilnehmen zu können: „Wir waren ein bunt gemischter Haufen. Manche gehen zur Schule, andere machen eine Ausbildung oder studieren. So haben wir auf spielerische Art und Weise die Welt der Politik für uns entdeckt. Für all diese Erfahrungen bin ich sehr dankbar und kann andere in meinem Alter, auch die weniger Politikinteressierten, nur dazu ermutigen: Traut und bewerbt euch einfach - es macht unglaublich viel Spaß!“

Andrea Nahles ist froh, dass sie den Jugendlichen im Wahlkreis dieses Angebot machen kann: „Es ist toll, wenn junge Menschen wie Sebastian durch diese Möglichkeit einmal abseits des Schulunterrichts Politik auf lebendige Art und Weise erleben können. Durch solche Angebote erhoffen wir uns, gerade junge Menschen für Politik und ehrenamtliches Engagement begeistern zu können.“

Sebastian Durben, Mendig

Sebastian Durben konnte bei seinem Besuch viele Erfahrungen sammeln, unter anderem konnte er als Sprecher agieren. Privat

Sebastian Durben konnte bei seinem Besuch viele Erfahrungen sammeln, unter anderem konnte er als Sprecher agieren. Fotos: Privat

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