Bürgerprotest gegen den geplanten Fahrplan des Stadtverkehrs
„Was zuviel ist, ist zuviel“
Unterschriften an Landrat und Oberbürgermeister übergeben
Mayen. „Was zuviel ist, ist zuviel“, sagte sich der Mayener Dirk Ohligschläger zu den geplanten Fahrzeiten des Mayener Stadtverkehrs, die schon in der Vorweihnachtszeit gelten sollen. Dirk Ohligschläger brachte die Forderung „für den Erhalt des Stadtverkehrs am Samstag und die Schülerbeförderung allgemein“ zu Papier und sammelte damit vorwiegend bei Schülerinnen und Schülern sowie älteren Menschen innerhalb von nur einer Woche annähernd 300 Unterschriften.
„Wenn ich weiter sammeln würde, bekäme ich noch viele weitere Unterschriften“, so der führerscheinlose Mayener Bürger, der die Anwesenheit von Landrat Dr. Saftig und Mayens Oberbürgermeister Treis bei einer Feierstunde im Alten Rathaus nutzte, um die Unterschriftenlisten an die beiden wichtigsten örtlichen Bürgervertreter zu überreichen. Oberbürgermeister und Landrat sind zwar grundsätzlich in diesem Fall nicht die richtigen Ansprechpartner gewesen - ausschließlich verantwortlich ist der Landesbetrieb Mobilität - dennoch versprachen beide, die Unterschriftenlisten in geeigneter Weise und mit ihrer Unterstützung an die entscheidende Stelle weiter zu leiten.
Oberbürgermeister Treis fühlt sich in dieser Problematik „wie vom Bus gestreift“ und nach eigenem Bekunden hat die betroffene Firma bisher mit ihm kein Gespräch gesucht. Dennoch arbeiten die Stadtverwaltung und der Landkreis bereits an Lösungsmöglichkeiten. „Die werden wir finden“, erklärten die beiden kommunalen Spitzenvertreter übereinstimmend ohne jedoch skizzieren zu wollen, wie eine Lösung aussehen könnte.
Fatal sind die geplanten Streichungen gerade von Fahrten für die Schülerbeförderung in den Mittagsstunden und am Samstag für ältere Menschen, die sogar gerne ein paar Cent mehr dafür zahlen würden. Dies selbst dann, wenn die Erhaltung der Mobilität aufgrund einer geringen Rente schwer fallen würde.
