Festmesse am Eifel-Camino unter freiem Himmel
Würdevolles Gedenken zum Jakobustag
Pilger bezogen die Unfallopfer von Santiago de Compostela in ihre Gebete ein
Mayen/Region. Der Vergleich des Pilgerns mit dem eigenen Lebensweg wurde einer großen Pilgerschar am Jakobsweg zwischen Mayen und Monreal nochmals deutlich bewusst. Am Jakobustag trafen sie sich auf Einladung der Mayener St.-Matthias-Bruderschaft (SMB) zu einer Messfeier „unter freiem Himmel“ auf dem Eifelcamino-Rastplatz rund um die dortige „Jakobus-Pilgersäule“. Neben seinem Vergleich des irdischen Lebenswegs mit dem „Pilgerweg zu Gott“ bezog Pfarrer Ludwig Müller in seine Predigt und das Fürbittgebet auch das Gedenken an die Opfer des aktuellen Zugunglücks bei Santiago de Compostela mit ein.
„Führe uns an Deiner starken Hand durch des Lebens Kampf und Mühe“ überbrachten die Pilgerfreunde im Trierer Jakobuslied ihre Bitte gesanglich an „Sankt Jakobus, den großen Jünger und Zierde der Apostelschar“. Unterstützt wurden sie dabei durch den Matthias-Chor der SMB, der unter der Leitung von Lorenz Harig mit Taizé- und Schubert-Gesängen der Jakobus-Festmesse einen würdigen Rahmen gab. „Suchen und fragen, hoffen und sehen - miteinander glauben und sich verstehen“ waren weitere gesangliche Gedanken-Ansätze des Chors, aber auch die Überzeugung: „Lachen, sich öffnen, tanzen, befreien - so spricht Gott sein Ja und stirbt unser Nein!“
Und so brachte auch ein abschließender Regenguss das Pilgergeschehen an der Jakobus-Säule nicht negativ beeinträchtigen.
Zahlreiche Pilger nutzten den gut markierten Eifelcamino-Fußweg zur mächtigen Jakobus-Pilgersäule an der alten Römerstraße zwischen Mayen und Monreal unweit der Reudelsterzer Heide.
