Antonius-Kirmes in Kottenheim wurde auf den Tag gefeiert
Zuckerwatte, Freibier und die Flaschenkinder
aus Kottenheim
Ortsbürgermeisterin Corinna Behrendt hatte nur beim Fassanstich Probleme
Kottenheim. Der Antonius-Tag wird traditionell am 13. Juni des Jahres gefeiert. Es ist der kirchliche Gedenktag für den Heiligen Antonius von Padua, den berühmten Schutzpatron, der verlorene Dinge wie Schlüssel und Papiere wiederfindet. Nur selten fällt der Antonius-Tag genau auf den Tag der offiziellen Eröffnung der Antonius-Kirmes. Im Jahr 2026 war es aber mal wieder so weit. Pünktlich um 17 Uhr begann am Samstag ein festlicher Gottesdienst in der Sankt-Nikolaus-Kirche in Kottenheim. Father John Nwanze, der die nigerianische Staatsbürgerschaft besitzt, hätte sich ebenso wie der Heilige Antonius über ein besser gefülltes Kirchenschiff gefreut. Diesem Urteil schloss sich Stephan Ring an, der als Leiter der Probengemeinschaft der Kirchenchöre Kottenheim und Thür das Hochamt mitgestaltet hatte.
Nach exakt einer Stunde gab Father Nwanze den Besuchern den Tipp, „genügend Power mit auf den Mehrgenerationenplatz“ zu bringen. Das taten zunächst in erster Linie die Kirmesfreunde, die in Begleitung des Spielmannszugs der Freiwilligen Feuerwehr Mertloch aufmarschierten. Kirmespräsidentin Tina Weber kletterte auf einer Leiter ganz nach oben und hängte die Kirmesglocke auf, das Zeichen der feierlichen Eröffnung. „Es ist wunderschön, so viele fröhliche Gesichter zu sehen. Jetzt freuen wir uns auf Freibier, Zuckerwatte und die Musik der Flaschenkinder, die uns später so richtig einheizen werden“, erklärte die Kirmespräsidentin.
„Wer von uns beiden später das Fass mit dem Kirmesbier anschlagen wird, das wissen wir noch nicht. Es wäre für jeden von uns eine Premiere“, übernahm Ortsbürgermeisterin Corinna Behrendt das Wort. Die Probengemeinschaft der Chöre Kottenheim und Thür sorgte mit einigen Kostproben für einen stimmungsvollen Einstieg in den Kirmesabend. Anschließend traute sich die Ortsbürgermeisterin an den Fassanstich, aber ohne jeden Erfolg. Gut, dass Jens Kuhn, der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Kottenheim, gleich zur Stelle war.
In diesem Jahr wurde die Kirmes mit einem Platzkonzert des Musikvereins Concordia Rhens am Freitag gestartet. „Das war schon mal keine schlechte Entscheidung, obwohl der Wettergott nicht mitgespielt hat“, blickte Behrendt zurück. Am Sonntag hatte der Seniorentreff Kaffee und Kuchen bereitgestellt. Das Team um Annika Oehms bot unter dem Motto „Rund ums Pferd“ ein Kinderprogramm an. Am Montag klang die Kirmes ab 10 Uhr mit dem Kommers der Kirmesfreunde im „Bäckebus“ aus.
„Die Freiwillige Feuerwehr, der Junggesellenverein, die Kirmesfreunde, die Kottenheimer Karnevalsgesellschaft, die Probengemeinschaft der Chöre Kottenheim und Thür, die Schausteller, das Team des Seniorentreffs, die Bauhofmitarbeiter und die vielen Helfer im Hintergrund machen eine solche Veranstaltung erst möglich“, so die Ortsbürgermeisterin. „Die Kirmes ist ein Stück Heimat, ein Ort der Begegnung und des Miteinanders von Jung und Alt. Es ist schön zu sehen, dass die Verantwortlichen diese Tradition am Leben erhalten.“ (SK)
Ortsbürgermeisterin Corinna Behrendt hatte nur beim Fassanstich Probleme. Wehrführer Jens Kuhn war schnell zur Stelle. Foto: SK Foto: Stefan Schmitz
Kirmespräsidentin Tina Weber beim Einmarsch auf den Mehrgenerationenplatz. Foto: SK Foto: Stefan Schmitz
Drei Generationen unter sich: Auf der Kottenheimer Kirmes war so richtig was los. Foto: SK Foto: Stefan Schmitz