Sportverein TSV Ettringen/Bayern
„come together – alles beinand“
Ettringen/Bayern. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Sportvereins TSV Ettringen/Bayern machte sich eine Schaar von Ettringern aus der Eifel auf, um Glückwünsche zu überbringen. So fuhren knapp 100 Personen aus dem Ettringen am Hochsimmer in das Dorf nach Bayern. Eine Abordnung der Gemeinde, unter Führung des Ortsbürgermeisters Werner Spitzley, sowie die KG-Singers gehörten ebenso zu den Gratulanten wie auch mehrere Jugendmannschaften und auch die Alte-Herren Mannschaft des JSV Ettringen. Nach der Ankunft und Aufteilung der Quartiere ging es ins Festzelt. Unter dem Motto „come together – alles beinand“ eröffnete die Vorsitzende des TSV Ettringen (Bayern), Helga de Paly am Freitagabend im riesigen Festzelt die Veranstaltung. Die Hurlacher, eine bayrische Band mit internationalem Liedgut, sorgten in dem mit 1200 Personen ausverkauften Festzelt, für Stimmung. Es dauerte nicht lange und die Jugend aus der Eifel rockte mit. Zu später Stunde ließen es sich die Erwachsenen nicht nehmen auch die bayrischen Tische auf ihre Standfestigkeit zu prüfen, denn dann waren die Hurlacher und die Ettringer nicht mehr zu halten. In der Nacht ging es zurück in die Quartiere. Die Jugendlichen waren in der Turnhalle untergebracht und alle hatten Spaß, denn es war ein neues Erlebnis. So war es nicht verwunderlich, dass erst spät in der Nacht die letzten Eifler eingeschlafen sind. Andrea Faber des JSV Ettringen hatte in Zusammenarbeit mit einigen Eltern der dortigen Jugendmannschaften das Frühstück organisiert. Darüber hinaus hatte sie die Klärung vieler kleiner Details, welche für die Betreuung der Jugendlichen wichtig war, vorgenommen. Am Samstag ging es erst einmal sportlich zu. Die E-Jugend aus der Eifel hatte sich viel vorgenommen, so war man doch in der abgelaufenen Saison von Erfolgen verwöhnt und konnte als Kreismeister und Vize-Rheinlandmeister in der Halle, sowie als Aufsteiger in die Kreisliga doch einiges vorweisen. Die ersten beiden Gruppenspiele wurden mit 2:0 und 4:0 klar gewonnen und so war das dritte Gruppenspiel eigentlich nur Formsache. Trotz aller Anstrengungen reichte es hier nur zu einem Unentschieden. Im Halbfinale dann das Duell der Ettringer Mannschaften. Die hoch motivierten Eifelaner konnten sich in einem engagierten Spiel klar mit 4:0 durchsetzen. Im Finale mussten die Hochsimmerjungs gegen die Mannschaft aus Rammingen antreten. Hatte man anfangs noch Bedenken, so wurde kurz nach Anpfiff klar, wer den Sieg nach Hause tragen sollte. In abgezockter Art und Weise konnten die Ettringer Nachwuchsspieler ihrem Können die Krone aufsetzen und gewannen das Endspiel mit 4:0. Im Rahmen der Siegerehrung wurden noch die besten Spieler gekürt. So wurde Matthias Weiler als bester Abwehrspieler und Sam Schmitt als bester Stürmer gewählt. Ein besonderes Lob galt hier noch Markus Maier des TSV, der die Turniere organisiert und tolle Rahmenbedingungen geschaffen hatte. Am Abend besuchten die Eifler das bekannte Festzelt, was wiederum prall gefüllt war. Die Alpenmafia sorgte für Unterhaltung und spitzen Stimmung, sodass man einige schöne Stunden gemeinsam verbrachte.
Tolle Gastfreundschaft
Der Sonntag begann mit dem Festgottesdienst im Zelt welche von der Blaskapelle Ettringen (Bayern) umrahmt wurde. Kurz vor dem Mittagstisch wurden die offiziellen Glückwünsche an den TSV überbracht. Ortsbürgermeister Spitzley überreicht dabei Bälle für die Jugend und der 1. Vorsitzende des JSV Ettringen, Uwe Mürlebach, übergab eine Basalttafel. Mit den besten Glückwünschen und einem besonderen Dank an Helga de Paly, 1. Vorstand des TSV Ettringen, für die Einladung nach Bayern und die tolle Betreuung während der gesamten Festveranstaltung schloss Mürlebach seine Rede.
„Das ist nicht selbstverständlich, dass man so viel Gastfreundschaft erfährt, obwohl die Verantwortlichen solch ein großes Fest zu stemmen haben“, so Mürlebach wörtlich. Gegen Nachmittag gab es dann noch ein Einlagespiel der beiden E-Jugenden aus Ettringen Eifel und Ettringen Bayern. Konnten die Eifler am Vortag das Turnier noch in souveräner Manier für sich entscheiden, so hatte man hier mit 1:2 das Nachsehen.
Im Anschluss hatte die D-Jugend ihren großen Auftritt. In einem weiteren Einlagespiel konnte die D-Jugend aus Ettringen, Eifel, überzeugen. Unterstützt von Spielern aus der E-Jugend erarbeitete man sich mehr und mehr Spielanteile, die Tore blieben jedoch aus. Kurz vor Schluss dann die entscheidende Aktion. Nach einem Eckball nutzte Julian Schäfer die Verwirrung in der Hintermannschaft der Bayern für sich und vollendete zum 1:0. Mit diesem Ergebnis endete die Partie und die Mannschaft war sichtlich erfreut. Die Alten Herren des JSV aus dem Eifelort spielten dann gegen eine „Allstar“ Auswahl aus Ettringen Bayern. Von Beginn an wollten die Bayern klar stellen, wer hier als Sieger vom Platz gehen sollte. Sie begannen engagiert und erzielten das 1:0 sowie das 2:0. Die Alten Herren vom Hochsimmer waren sichtlich eingeschüchtert und kamen nur schwer ins Spiel. In der zweiten Halbzeit das umgekehrte Spiel. Die Hochsimmerboys waren wie ausgewechselt, evtl. lag es an der Halbzeitphysiotherapie von Eva des TSV, die freundlicherweise die Pflege der Eifler Alten Herren übernahm. Nach dem Anschlusstreffer zum 1:2 machten die älteren Herren weiter Druck und erzielten den verdienten Ausgleich. Die Bayern bekamen nun mehrfach gute Konterchancen, da die Eifler das Spiel für sich entscheiden wollten. Das 3:2 für den TSV war dann auch verdient, hatte man nun doch einige hochkarätige Chancen ausgelassen. Die letzte Spielminute sollte die Entscheidung bringen. Nach einer wunderbaren Hereingabe von Uwe Mürlebach konnte Antonio Faber der Ball volley im gegnerischen Tor unterbringen. Der Schiedsrichter beendete darauf hin die Partie und so blieb es dann bei einem für beide Mannschaften verdienten und ansehnlichen Ergebnis von 3:3. Während der Pausen umrahmte der TSV den wunderbaren Tag mit Turndarbietungen und Showtänzen. Das Wochenende ging zu Ende und die Ettringer aus der Eifel mussten ihre Heimreise antreten. Gerne wäre man noch geblieben und hätte den Abend mit den Ettringern aus Bayern verbracht. So nahm man Abschied und man war sich sicher, dass das nicht das letzte Treffen war. Alle Teilnehmer haben das Wochenende sichtlich genossen und die Organisatoren der Fahrt waren sehr zufrieden. „Eine so große Personenzahl über solch einen Zeitraum zusammenzuhalten ist sehr schwer – die Gemeinschaft und der Zusammenhalt waren jedoch überwältigend“, so Dieter Schäfer, 2. Vorsitzender des JSV Ettringen. „Daran müssen wir festhalten und weiter arbeiten, um den Verein weiter zu entwickeln“, führte er weiter aus. In der Nacht kam man erschöpft in der Eifel an, aber alle waren sich einig, das tolle Erlebnis in Ettringen Bayern bleibt immer in positiver Erinnerung!
