Evangelisches Familienzentrum „Am Ehrenmal“ in Meckenheim
Abschied vom Kindergarten
Meckenheim. Viele tolle Aktionen erwarteten die 14 „Schukis“ des Kindergartens „Am Ehrenmal“ in den letzten Wochen ihrer Kindergartenzeit.
Eingeläutet wurde dieser Countdown mit einem Ausflug mit Bus und Bahn ins Junge Theater in Bonn-Beuel zur Vorstellung „Für Hund und Katz ist auch noch Platz“. Nicht nur die Vorstellung war für die Kinder ein Abenteuer, sondern auch das Rahmenprogramm. Nach der Vorstellung wurde der Spielplatz an der Rheinuferpromenade unsicher gemacht. Und vor der Rückfahrt stärkten sich alle noch in einem Restaurant. Die Eltern nahmen am Bahnhof Kottenforst in Meckenheim glücklich erfüllte Kinder wieder in Empfang. Ein zweites Highlight fand in den letzten Nabu-Treffen mit Silvia Johna statt. Sie hatte mit den Eltern Material für den Bau von Abschiedsgeschenken für den Kindergarten organisiert. Aus Holz und Dachpappe hämmerten die Kinder unter Anleitung von Johna und einigen Müttern vier Nistkästen für das Freigelände des Kindergartens zusammen. Diese Kästen wurden anschließend mit den Namen der sich verabschiedenden Kinder bunt angemalt.
Dann folgte der Abschlussgottesdienst des Kindergartenjahres. Alle Kinder verabschiedeten sich nicht nur in die Sommerferien, sondern in diesem Rahmen verabschiedeten sie auch die sogenannten „Schukis“, die nach den Sommerferien in die Schule gehen. Viele Eltern und Verwandte waren gekommen, um diesem feierlichen Ereignis beizuwohnen. Unter dem Motto „Gott behütet uns“ empfing Pfarrer Mölleken seine kleinen Gäste. Im Laufe des Gottesdienstes hörten die Kinder die von der Leiterin des Kindergartens Christiane Seidel-Klinkhammer und Pfarrer Mölleken vorgetragene kurze Geschichte von Hörbe, der seinen Hut verlor. Pfarrer Mölleken schenkte ihm einen neuen Hut. Einen Segenshut, der zwar unsichtbar ist aber seinen Träger immer beschützt.
In der Vorbereitung auf den Gottesdienst hatten die Kinder in ihrer Kindergartengruppe schon Otfried Preußlers Geschichte von „Hörbe mit dem Hut“ gehört, und die Mütter hatten für ihre Kinder einen Hörbe-Hut gefilzt. Diese tollen Hüte durften die angehenden Schulkinder nun endlich aufsetzen, als Symbol für den Segenshut, der sie auf ihrem weiteren Lebensweg beschützen würde.
Als Dank für die schöne Kindergartenzeit überreichten die Kinder den Erzieherinnen nicht nur die schönen selbst gestalteten Nistkästen, sondern auch einen Vogelschwarm von Ostheimer Figuren. Und dann war er da, der große Tag. Der allerletzte Kindergartentag mit dem bangersehnten Rauswurf. Gegen 12 Uhr versammelte sich eine große Traube Eltern, Freunde und Verwandte vor der Eingangstür des Kindergartens. Zwei große, dicke Turnmatten waren schon vor dem Ausgang ausgelegt. Nach dem alle „Flöhe, Knirpse und Midis“ auf den Bänken in der ersten Reihe Platz genommen hatten, sangen die „Schukis“ ihr Abschiedslied. Alle Erlebnisse der Kindergartenzeit wurden dort besungen. Christiane Seidel-Klinkhammer bedankte sich bei allen Eltern für die schöne Zeit und wünschte den Kindern einen guten Start in ihren neuen Lebensabschnitt.
Danach wurden alle Kinder traditionell „hinausgeworfen“: Zuerst durfte jedes Kind seinen Kleiderbeutel, Hausschuhe und Kindergartentasche auf die Matten werfen. Danach wurden die Kinder von ihren Erzieherinnen in Flugposition gebracht und unter tosendem Beifall einzeln auf die Matte hinausgeworfen. Jetzt war es amtlich. Die Kindergartenzeit war vorbei. Da floss schon einmal die eine oder andere Träne.
Stolz zeigten die Kinder ihre selbst gezimmerten Nistkästen. Fotos: privat
Unter Anleitung von Silvia Johna vom Nabu und mit Unterstützung einiger Mütter waren die Nistkästen entstanden.
Zum Abschluss wurden die Kinder buchstäblich aus dem Kindergarten hinausgeworfen.
