FDP Meckenheim
Andreas Pinkwart fordert bessere Lehrerausbildung
5. Meckenheimer Runde befasste sich mit Erfordernissen des digitalen Zeitalters
Meckenheim. Schulen müssen besser ausgestattet und die Lehrer müssen besser ausgebildet werden, damit Deutschland auch morgen in der digitalen Welt bestehen kann. Zu diesem Schluss kam die 5. Meckenheimer Runde der FDP im Restaurant Krümmel in einer lebhaften Diskussion mit Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Rektor der Handelshochschule Leipzig, vormals Wissenschaftsminister in NRW. Zur Begrüßung erklärte der Meckenheimer FDP-Vorsitzende Heribert Brauckmann, im digitalen Zeitalter müsste die Jugend anders auf ihr Leben vorbereitet werden als bisher. Leider verlassen nach seinen Worten bereits Firmen das Bundesland NRW, weil ihnen dort die Bildungspolitik mangelhaft erscheint: Dagegen müsse man gemeinsam etwas unternehmen. Pinkwart griff das mit dem Hinweis auf: „Wenn wir mit der digitalisierten Welt nicht Schritt halten, werden wir nicht mitgenommen in die Welt der Zukunft.“ In den Schulen und Hochschulen gibt es nach seinen Worten dazu zwar gute Ansätze, aber noch nicht den notwendigen Durchbruch. Deutschland müsse in der Bildungspolitik aufholen: „In der digitalen Welt sind wir in manchen Bereichen noch Entwicklungsland. Es wird Zeit, dass wir den Zug ins Wissenszeitalter nicht verpassen.“ Da seien angelsächsische Länder, aber auch Länder wie Israel und Schweden deutlich voraus – vom Schulsystem bis hin zur Verwaltung. So habe sich beispielsweise die Bundestagsverwaltung beim Umzug nach Berlin in Schweden nach einem geeigneten Informationssystem erkundigt. Dort hatten im Parlament alle Abgeordneten bereits einen Bildschirm vor sich. Das habe der Deutsche Bundestag bis heute nicht übernommen, sondern die Drucksachen würden noch wie vor 50 Jahren herumgetragen. Ähnlich sehe es im Bildungssystem aus. Als wichtigen Ansatz für Verbesserungen nannte er eine „Aufwertung der Lehrerausbildung“, verbunden mit lebenslangem Lernen. Dazu müsste jeder Lehrer spätestens nach 20 Jahren für ein Jahr zur Aktualisierung seiner Ausbildung zur Universität. Noch besser wären regelmäßige ernsthafte Fortbildungsmaßnahmen. Das gelte sowohl für den digitalen Bereich, als auch für die Integration von Menschen, die aus anderen Ländern nach Deutschland kommen. Hanns-Erwin Muermann schlug als Beitrag zur Integration vor, dass spezielle Lernmittel zweisprachig eingesetzt werden. Das erleichtere das Erlernen der deutschen Sprache im Alltag. Dazu betonte Pinkwart, dass viele der Flüchtlinge eine ausgesprochene Bereicherung der Gesellschaft werden, wenn man es ihnen ermöglicht. Dazu könnte eine entsprechende Software einen großen Beitrag leisten. Heribert Brauckmann nannte dafür Beispiele aus Meckenheim. Dort haben nach seinen Worten viele Flüchtlinge eine Sprach-App auf ihrem Handy, die Übersetzungen liefert: „Das erleichtert Kommunikation und das Erlernen der Sprache.“
Das griff Pinkwart mit dem Hinweis auf, dass Flüchtlinge sehr oft ausgesprochen lernwillig seien. Von ihnen könnte man lernen, dass Lernen auch wieder Spaß machen kann: „Schule und Lernen dürfen nicht als Pflicht empfunden werden, die wir notgedrungen absitzen. Lernen muss man wollen, wenn es erfolgreich sein soll.“ Schüler, die an der Diskussionsrunde teilnahmen, bemängelten besonders, dass ihre Lehrer oft weniger von modernen Kommunikationen wüssten als ihre Schüler. Oft fehlten den Lehrern sogar einfache Grundkenntnisse. Pinkwart gab ihnen aus eigener Erfahrung mit Lehrern Recht. Die Schule müsse mehr auf die digitale Gegenwart und die Bedürfnisse der Schüler ausgerichtet sein. Das reiche von der Lehrerausbildung bis zum Lernalltag mit weniger Verwaltung und mehr Eigenverantwortlichkeit zum gemeinsamen Lernen.
Pressemitteilung
der FDP Meckenheim
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