Evangelische Grundschule Meckenheim
Ausflug zur DLR
Die Evangelische Grundschule Meckenheim besuchte die DLR in Köln
Meckenheim/Köln. Die 4a der Evangelischen Grundschule in Meckenheim unternahm einen Ausflug zur DLR nach Köln. Julia Keller hat hierzu einen Bericht verfasst, den wir gerne veröffentlichen:
Wir waren im DLR. Mir hat alles gut gefallen. Wir sind mit dem Bus zum DLR school-Lab gefahren. Die Abkürzung DLR steht für „Deutsche Luft- und Raumfahrt“.
Als Erstes haben wir einen langen Vortrag von Dr. Jan Bechert gehört, in dem er uns begrüßt hat und uns den Ablauf vom Tag erzählt hat.
Danach haben wir ein paar kurze Filme gesehen. Im ersten Film ging es um den Toilettengang im Weltall. Im zweiten Film wollte ein Astronaut einen Waschlappen pitschnass machen und ihn auswringen, während des Auswringens lief das Wasser den Arm entlang und verschwand in jeder einzelnen Zelle, sodass man ertrinken würde unter der Dusche. Im dritten Film wollte ein Astronaut weinen, aber die Tränen klebten unter den Augen fest. Im vierten Abschnitt ging es um einen fallenden Apfel mit einem Wurm.
Nach den Filmen haben wir ein Experiment gemacht. Wir erhitzten einen Eimer Stickstoff. Der Stickstoff kochte bei 195°C. Es dampfte und am Rand bildeten sich kleine Bläschen. Svenja hat eine Rose in den Stickstoff getaucht.
Dabei hatte sie natürlich Handschuhe und Schutzbrille an. Die Rose holte sie nach einer Weile raus und hielt sie über ein Becken. Sie drückte auf die Rosenblätter, die wie Glas zersprangen. Dasselbe hat mit Papier nicht funktioniert. Danach hat Jan ein bisschen Stickstoff auf den Boden gegossen und der Stickstoff rollte wie Murmeln über den Boden.
Nach dem Experiment wurden wir in Gruppen aufgeteilt. Ich war in Gruppe G. Als Erstes hatten wir das Experiment „Vakuum“.
Da waren zwei Halbkugeln, die Jan zu einer Kugel zusammensetzte und dann die Luft mit einem Sauger raussaugte. Nun ließ sich die Kugel nicht mehr öffnen. Wir haben es mit Tauziehen versucht, haben es aber nicht geschafft. Als wir die Luft wieder durch den Verschluss reinließen, konnten wir die zwei Halbkugeln ohne Probleme auseinandernehmen. Jan gab eine Spritze rum und sagte: „Wer schafft es, den hinteren Teil der Spritze ohne es zu berühren wieder reinzukriegen?“ Niemand hat es geschafft außer mir, weil ich es vom Tag der offenen Tür schon wusste.
Jetzt legten wir einen aufgepusteten Luftballon in eine Glasglocke und erzeugten in ihr ein Vakuum.
Der Ballon wurde dadurch immer größer. Hätten wir die Luft nicht wieder hereingelassen, wäre der Ballon mit Sicherheit geplatzt. Nun hängten wir eine Klingel in die Glasglocke. Im Vakuum konnten wir ihr klingeln nicht mehr hören. Marshmallows wurden im Vakuum doppelt so groß. Beim Essen waren sie leider sogar geschrumpft, schade.
Mein zweites Experiment ging um Flugzeugbau und welches Material dafür geeignet ist. Wir hatten Fliesen, Eisenblöcke, Plastikblöcke und einen Luftballon. Zuerst haben wir getestet, welches schwer und welches leicht ist.
Alle Teile kamen in die zweite Runde - Härte. Nun legten wir sie unter ein Fallrohr, durch das eine leichte und eine schwere Kugel fielen. Plastik und Eisen kriegten nur eine Delle. Die Fliese zerbrach schon bei der leichten Kugel. Aber beim Härtetest war sie die Beste. Den Luftballon legten wir in Stickstoff.
Er schrumpfte zusammen wie die Pinguine, wenn sie bei Kälte zusammenrücken. So ein Material können wir beim Flugzeugbau nicht gebrauchen.
Nach einer 20-minütigen Pause packten wir unsere Sachen und gingen in die ESA. Dort haben wir einen echten Astronauten gesehen, der im nächsten Halbjahr auf eine Raumstation fliegt, für sechs Monate. Runter kommen sie mit einer Kapsel, die, wenn sie in den Sauerstoffbereich der Erde kommt, für fünf Minuten Feuer fängt.
Wir waren in der Trainingshalle der Astronauten. Dort besuchten wir einen Nachbau des Kolumbusmoduls.
Auf dem Rückweg durften wir im Speiseraum vom DLR unser Frühstück essen. Alle haben versucht, Jan und seinen Mitarbeitern Pommes zu stibitzen. Ich konnte von Jan ein Brötchen ergattern. Der Bus hatte sich auch noch verfahren und kam zu spät zum Abholen.
Julia Keller
