Politik | 17.06.2015

Ausschuss für Schule, Sport und Kultur der Stadt Meckenheim

Besserverdienende müssen mehr zahlen

Meckenheim. In seiner jüngsten Sitzung hat der Ausschuss für Schule, Sport und Kultur der Stadt Meckenheim beschlossen, den Elternbeiträgen ab dem 1. August 2015 für die Inanspruchnahme der Offenen Ganztagsschule zuzustimmen. Dabei wird eine zusätzliche Einkommensstufe acht hinzugefügt, für die der zulässige Höchstbetrag von 170 Euro zugrunde gelegt wird. Die Einkommensstufen orientieren sich weiterhin am KiTa/Tagespflegebereich. Freilich wird mit diesem Beschluss jetzt nicht der Meckenheimer Etat gerettet, wohl aber fließen jedes Jahr rund 4000 Euro mehr in die städtischen Kassen, wie der Erste Beigeordnete Holger Jung mitzuteilen wusste. Die Urheberschaft für diesen Beschluss reklamierte Tobias Hasenberg (Bündnis 90/Die Grünen) für sich. Er machte darauf aufmerksam, dass eine Forderung der Grünen aus der Haushaltsberatung umgesetzt worden ist.

Bis jetzt kein Streik

Aus der aktuellen Lage bei den Streiks an den Kitas wollte Bettina Muermann (FDP) wissen, ob die Stadt hier Elternbeiträge zurückerstatten würde. Doch dieses Thema stellt sich derzeit in Meckenheim überhaupt nicht, wie Holger Jung zufrieden feststellte, denn in den Meckenheimer Einrichtungen wurde bis jetzt nicht gestreikt. Hinsichtlich der möglichen Rückerstattung bei eventuell zukünftigen Streiks hielt sich der Erste Beigeordnete recht bedeckt und verwies auf die entsprechenden Empfehlungen der Kommunalaufsicht, die dann im Fall des Falles konsultiert werden soll.

Zuvor hatten die Schulleiter aus ihren jeweiligen Schulen über aktuelle Fragen berichtet. So wurde die Theodor-Heuss-Realschule als „Schule der Zukunft“ ausgezeichnet, ebenfalls hatten die zehnten Klassen die Möglichkeit einer Diskussion mit dem Mitglied des Europäischen Parlaments, Axel Voss. An der Geschwister-Scholl-Hauptschule gab es im Rahmen von Projekttagen 20 Projekte, welche von den Schülern mit Begeisterung umgesetzt wurden. Ein großer Schwerpunkt hier ist die Internationale Klasse, wo derzeit 22 Flüchtlingskinder unterrichtet werden.

13.000 Euro an Spenden

Der Dank des Schulleiters galt hierbei der vielfältigen Unterstützung durch Träger und Privatleute, bisher wurden hier rund 13.000 Euro Spenden eingesammelt. Zehn ehrenamtliche Helfer kümmern sich um die Schüler. Obwohl hier geradezu vorbildliche Arbeit in der Integration geleistet wird, stellt das Land NRW hierfür nicht eine einzige Lehrerstunde zusätzlich zur Verfügung. Auch die Finanzierung ist für die Zukunft alles andere als gesichert.

Auch am Konrad-Adenauer-Gymnasium wirft die bevorstehende Schulentlassung der Abiturienten ihre Schatten voraus. Allerdings wurde hier auch massiv die Verschmutzung des Schulhofs durch teilweise 50 und mehr Jugendliche am Abend beklagt, der Bauhof musste teilweise mit bis zu elf Mitarbeitern ausrücken, um den Schulhof so instand zu setzen, dass dieser nicht gesperrt werden musste. Allerdings wurde hier auch die Polizei eingeschaltet, da wohl unter den Jugendlichen auch der eine oder andere illegale Geschäftemacher vermutet wird. Gefeiert und gearbeitet wurde natürlich auch an den verschiedenen Grundschulen, insgesamt zeigten die Berichte ein buntes und vielfältiges Bild von der Meckenheimer Schullandschaft.

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