BfM kritisiert Personalentwicklung
Stellenplan mit sieben weiteren Stellen bei zwei Gegenstimmen verabschiedet
Meckenheim. Mit zwei Nein-Stimmen aus der Fraktion Bürger für Meckenheim (BfM) wurde der vorgelegte Stellenplan zum diesjährigen Haushalt im Rat verabschiedet. Kritik kam vor allem von der BfM. Deren Fraktionschef Johannes Steger sagte, dass die Personalentwicklung in Meckenheim seine Fraktion „sehr bedenklich“ stimme. In diesem Jahr wird es sieben weitere Stellen in der Meckenheimer Verwaltung geben. Steger forderte den Bürgermeister auf, den „konzeptlosen Zustand zu beenden“ und spielte damit auf das Personalentwicklungskonzept an, welches bis heute nicht vorliegt. Ein Umstand, der auch von den anderen Fraktionen bei anderer Gelegenheit mehrfach kritisiert wurde.
Dennoch werde die Mehrheit aus seiner Faktion „in der Hoffnung, dass sie Ihren Führungsaufgaben gerecht werden“, dem Stellenplan zustimmen, lenkte Steger nach seinen kritischen Worten ein. Reinhard Diefenbach (BfM) erläuterte, warum er ebenso wie sein Fraktionskollege Reinhard Schiller den Stellenplan ablehne. Vor dem Amtsantritt des Bürgermeisters habe es 187 Stellen in der Verwaltung gegeben. Bis heute seien 51 Stellen hinzugekommen und damit sei Meckenheim im Rhein-Sieg-Kreis „absoluter Spitzenreiter“, führte Diefenbach aus. Knapp 12,8 Millionen Euro sieht der Haushalt 2013 für Personalaufwendungen vor. Was den BfM-Mitgliedern fehlt, ist eine Analyse der Altersstruktur und der Konsequenzen daraus. „Wir sind nicht generell gegen neue Stellen aber ungeprüft und auf Zuruf des Bürgermeisters neue Stellen einzurichten, das darf nicht sein“, kritisierte Diefenbach. Nach diesen Ausführungen kam die Frage von Rolf Engelhardt (SPD) für Bürgermeister Bert Spilles gerade recht.
Engelhardt wollte wissen, ob der Bürgermeister es auch so sehe, dass die BfM nicht dahinter stehe, Personal in den Kitas einzustellen. „Ich denke Sie stehen alle hinter den Personalentscheidungen“, konterte Spilles. Er erinnerte an den Ordnungsaußendienst, den Bauhof, den Technischen Beigeordneten, die Kämmerei oder den Wirtschaftsförderer. „Wenn sie das zusammenzählen, kommen Sie auf diese Zahl“, die politischen Entscheidungen dazu seien im Rat gefällt worden. Diese Entscheidungen habe er umgesetzt und dazu brauche er das Personal. Deshalb bewertet Spilles die Kritik der BfM als „nicht fair“.
