Leserbrief zur Baumaßnahme in der Schulstraße in Ersdorf
Bürger gegen Bürger - Stadt gegen Stadt
Baumaßnahmen müssen sein und die damit einhergehenden Einschränkungen werden ertragen. Parken und Befahren der Schulstraße sind für viele Anwohner über Tage nicht möglich. Anwohner arrangieren sich mit der bauausführenden Firma selbst und alles funktioniert ganz gut. Bis sich nach Aussagen des Ordnungsdienstes der Stadt Meckenheim ein besorgter Bürger einmischt und eben diesen auf den Plan ruft, da sich angeblich gefährliche Verkehrssituationen ergäben durch falsch geparkte Fahrzeuge auf der Oberdorfstraße. Bisher ergaben sich keine gefährlichen Situationen. Wer kann das besser wissen als die direkten Anwohner selbst, die das Geschehen täglich beobachten und hautnah miterleben?
Stein des Anstoßes wurde die kleine eingezeichnete Sperrfläche im breiten Einmündungsbereich der Oberdorfstraße. Aber die hat es in sich. Blockiert sie durch ihre Anwesenheit doch eine nicht geringe Zahl von Ausweichparkplätzen der Anwohner der Schulstraße. Statt den Anwohnern zu helfen, wird man aktiv und verbietet kurzer Hand das Parken. Eine andere Lösung hat man nicht und wird dann auch so schnell erst einmal keine erarbeiten können. Nach Aussagen der Amtsleiterin, könnte man ja am Ortseingang parken. Wie Einkäufe nach Hause kommen, oder Kunden die Geschäfte besuchen können, interessiert nicht. Was ist das für eine verkehrte Welt. Zuerst fordert man Verständnis der Anwohner für die sich ergebenen Einschränkungen durch die Baumaßnahmen und wird dann anschließend auf recht merkwürdige Art zum Sündenbock gestempelt. Die Stadt selbst schafft durch die Baumaßnahme die geschilderte Faktenlage, hat aber außer dem Parkverbot keinen Plan B. Die Enttäuschung für diese merkwürdige Argumentation und Vorgehensweise auf Seiten der Anwohner ist wohl kaum verwunderlich. Nur gut, dass es schon recht bald wieder eine Zufahrt gibt. Rolf Schuh, Ersdorf
