St. Martinszug in Meckenheim
Bunte Laternen erhellen die Altstadt
St. Martin ist der Schutzpatron vieler Handwerker, Bettler, Soldaten und Haustiere
Meckenheim. Wie in vielen Teilen Deutschlands, ist auch in Meckenheim die Martinstradition lebendiger denn je. Am Freitag zogen die Kindergartenkinder, die KiTa-Kinder und auch die Mädchen und Jungen der beiden Grundschulen mit ihren Martinslaternen durch die Stadt. Bunte Fackeln mit Motiven, wie z.B. Eichhörnchen, Eulen oder Elefanten, ließen die Altstadt hell erleuchten. Allen voran ritt St. Martin mit seinem roten Mantel auf einem stolzen Schimmel. Mehrere Musikkapellen und die Freiwillige Feuerwehr begleiteten die Kinder auf ihrem Weg bis zum Martinsfeuer in der Swistbachaue. Mit dabei im Martinszug, in einem Käfig, saßen zwei Gänse, die nach dem Zug verlost wurden und höchstwahrscheinlich als Gänsebraten auf dem Tisch landen werden. Dieser Brauch geht auf eine Legende zurück, in der der Mönch Martin zum Bischof von Tours ernannt werden sollte. Dieser wollte aber nicht so recht, denn er war ein sehr bescheidener Mann. Er versteckte sich in einem Gänsestall, was ihm aber zum Verhängnis wurde. Die Gänse schnatterten so aufgeregt, dass sie das Versteck verrieten. So wurde Martin doch noch gefunden und am Ende zum Bischof von Tours ernannt wurde. Es gibt viele Legenden über Wunder und Heilungen durch St. Martin. So ist auch die Legende von dem schnatternden Federvieh bis heute lebendig geblieben und einige Gänse müssen zur Strafe in den Bratentopf. Martin wurde später vom Papst heiliggesprochen. Er ist der Schutzpatron vieler Handwerker, Bettler, Soldaten und Haustiere. Das Fest des Hl. Martin und die Umzüge in vielen Ortschaften möchte keiner missen. STS
