Ehrung für den langjährigen Stadtdirektor Johannes Vennebusch
Ein „Glücksfall“ für Meckenheim
Stadtdirektor Johannes Vennebusch und Bürgermeister Hans-Georg Preuschhoff waren ein gutes Team
Meckenheim. Zahlreiche Weggefährten aus der Kommunalpolitik, von der Entwicklungsgesellschaft Meckenheim Merl, aus der Stadtverwaltung und aus dem Vereins- und gesellschaftlichen Leben der Stadt Meckenheim hatten sich im Ratssaal, Ruhrfeld 16, eingefunden, um der Ehrung ihres langjährigen Stadtdirektors beizuwohnen. Nach dem heiteren musikalischen Auftakt mit dem Saxophonquartett „Padafrage“ ergriff Bürgermeister Bert Spilles das Wort und begrüßte besonders die Ehrenbürger der Stadt Meckenheim, Erika Meyer zu Drewer und Albert Graen. Zunächst gratulierte Spilles Johannes Vennebusch zu seinem 70. Geburtstag, den er am 1. August feierte.
Ein Geschenk gab es auch: eine großformatig gerahmte Luftbildaufnahme der Wirkungsstätte von Vennebusch und etwas zur Stärkung von Leib und Magen. „Heute ehrt die Stadt Meckenheim mit Johannes Vennebusch einen Mann, dessen besondere langjährige Leistung für unsere Stadt eine besondere Ehrung mehr als verdient“, begann Spilles mit der Begründung zur Eintragung in das Goldene Buch. Mit der Eintragung „verneigen wir uns vor der großen Leistung unseres ehemaligen Stadtdirektors und dokumentieren damit unseren Dank und den Respekt vor dieser Lebensleistung.
24 Jahre lang die Stadt gelenkt
Nach einiger Zeit als Beigeordneter der Stadt Rheinbach, bewarb sich Johannes Vennebusch bei der Stadt Meckenheim als Nachfolger für den 1974 unerwartet verstorbenen Stadtdirektor Kurt Wendels. Die Meckenheimer Stadträte entschieden sich für den noch jungen Beigeordneten.
Er wurde gewählt und trat sein Amt am 16. Mai 1975 an. Bis zum 30. September 1999, also mehr als 24 Jahre lenkte Vennebusch als Stadtdirektor und als Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Meckenheim Merl, von 1984 bis 2004, die Geschicke und die stürmische Entwicklung der Stadt. Die Einstellung des neuen Stadtdirektors sei übrigens auch ein Glücksfall für Bert Spilles gewesen, denn von ihm erhielt er als „Einsteiger“ bei der Stadtverwaltung das Angebot, die Laufbahn des gehobenen Dienstes einzuschlagen. Auf den damals 32-jährigen Stadtdirektor warteten gewaltige Aufgaben.
„Tandem Preuschhoff-Vennebusch“ gestaltete die Stadt
Als einen „Glücksfall für Meckenheim“ bezeichnete Spilles die ziemlich zeitgleiche Übernahme des Bürgermeisteramtes durch Hans-Georg Preuschhoff. Innerhalb von drei Jahrzehnten wuchs das Landstädtchen Meckenheim von etwa 4.500 Einwohnern auf eine Einwohnerzahl von über 26.000 Menschen an.
„Kein anderer Bürgermeister im Kreisgebiet hatte eine vergleichbare Anzahl an Terminen bei Grundsteinlegungen, Richtfesten und Eröffnungen, wie der damalige Bürgermeister und kein Stadtdirektor hatte mit seiner Verwaltung eine derartige Vielfalt von Flächennutzungs- und Bebauungsplänen zu erarbeiten, wie Vennebusch. Dennoch, mit gemeinsamer Kraft und eisernen Willen gestaltete das „Tandem Preuschhoff-Vennebusch“ den Ausbau der Infrastruktur, die Sanierung der Altstadt und die Entwicklung zweier Geschäftszentren mit der Ansiedlung von Gewerbe. Wenn manchmal weder Sachverstand noch Pragmatismus oder Fleiß weiterhalfen, versicherte man sich des „himmlischen Beistandes“ in Person von Pastor Albrecht Tewes.
Landrat Frithjof Kühn beschrieb am 5. November 1999 anlässlich der Verabschiedung des Stadtdirektors Johannes Vennebusch zutreffend das Lebenswerk mit folgenden Worten. „Eine gesunde Stadtentwicklung zu gestalten, Meckenheim nicht nur als Wohnort, sondern auch als Arbeitsstätte attraktiv zu machen, Gewerbe, Industrie und Dienstleistung zu fördern, das lässt sich ohne Übertreibung als das Lebenswerk von Johannes Vennebusch bezeichnen“: Mit einem Blumenstrauß zollte Bert Spilles seine Anerkennung und seinen Dank an die Ehefrau Vennebuschs, die nicht unmaßgeblich ihrem Ehemann während dieser turbulenten Zeit zur Seite stand.
Einer der vielen Wegbegleiter von Johannes Vennebusch ist der erste evangelische Pfarrer von Meckenheim, Jochen Siebel. In seinem Redebeitrag schilderte er zwei ganz verschiedene Lebenswege mit zahlreichen gemeinsamen Begegnungen und mit unterschiedlichen Zielen, jedoch mit einem prägenden Akzent: Menschen durch Begegnungen in Bewegung zu halten. In gewohnter Weise ließ Vennebusch nach der Eintragung in das Goldene Buch noch einmal einige Episoden aus seiner Amtszeit lebendig werden. Genug Zeit zum Plaudern gab es dann noch bei einem kleinen Empfang im Ruhrfeld 16.
Häufig musste die Familie zwangsläufig auf Johannes Vennebuschverzichten. Mit einem Blumenstrauß dankt Bürgermeister Bert SpillesEhegattin Vennebuschs für die Unterstützung und Begleitung ihresMannes.
