CDU trauert um Erika Meyer zu Drewer
Ein schwerer Abschied
aus Meckenheim
Meckenheim. Meckenheim hat seine Ehrenbürgerin und einen ungewöhnlich engagierten, warmherzigen und im öffentlichen Leben sehr präsenten Menschen verloren. Für die CDU und auch die Frauen Union und die Senioren Union bedeutet der Tod Erika Meyer zu Drewers zugleich den Verlust eines loyalen, zugewandten und immer unterstützenden Mitglieds.
„Wir werden Erika Meyer zu Drewer sehr vermissen“, sagt CDU-Stadtverbandsvorsitzender Rainer Friedrich. „Sie war bei all unseren Veranstaltungen und Mitgliederversammlungen dabei, immer gut informiert und eine wichtige Ratgeberin.“ Ein Vierteljahrhundert war sie Ratsfrau und besaß viel politisches Gespür.
Frauen-Unions-Vorsitzende Sabrina Gutsche ergänzt: „Unsere FU lag ihr sehr am Herzen, wir konnten uns fest auf sie verlassen. Auch als Referentin war sie gefragt und berichtete bei uns vor sehr interessiertem Publikum über ihren Werdegang und über ihr unvergleichlich vielseitiges ehrenamtliches Engagement.“ Zudem war sie viele Jahre Vorsitzende der Senioren Union.
1968 war Erika Meyer zu Drewer mit ihrer Familie nach Merl – damals noch ein eigenständiges Dorf – gezogen. Dort fand sie gleich ein Thema, für das sie sich einsetzen konnte: Die örtliche Volksschule sollte geschlossen werden, obgleich immer mehr junge Familien zuzogen. Ihr entschiedener Protest hatte Erfolg, und die Merlerinnen und Merler konnten sich fortan über eine durchsetzungsstarke, aber immer verbindliche und ruhige Fürsprecherin freuen. Von 1979 bis 2004 war sie Ortsvorsteherin. „Merl ohne unsere Frau Meyer zu Drewer ist schwer vorstellbar“, sagt der heutige Ortsvorsteher Michael Sell. „Sie war ihrem Ortsteil eng verbunden.“
Die Liste der Initiativen, die Erika Meyer zu Drewer gegründet und gestaltet hat, ist sehr lang und reicht vom Vorlesewettbewerb über die Ausbildungsmesse bis zum Kinderbildungswerk, einer Art Volkshochschule für den Nachwuchs. Meist standen Kinder und Jugendliche im Fokus. Bis heute sorgt die „Warme Mahlzeit für Kinder“ dafür, dass kein Kind hungrig bleiben muss. Stolz war sie darauf, dass sie für all ihre Unternehmungen niemals öffentliche Mittel in Anspruch nahm. Für ihr großes Engagement hat sie zahlreiche hohe Auszeichnungen bekommen; die CDU ehrte sie mit der Konrad-Adenauer-Medaille.
Erika Meyer zu Drewer war eine Christdemokratin im klassischen Sinn – mit starken Werten, Überzeugungskraft, Mitgefühl und Eigeninitiative. Friedrich: „Meckenheim und auch unsere Partei sind mit ihrem Tod ärmer geworden. Es ist ein schwerer Abschied. Unser Mitgefühl gilt ihrem Ehemann und ihrer Familie.“
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Erika Meyer zu Drewer. Foto: Foto: privat