Rot Weiß Merl
Erste Saisonniederlage trägt man mit Fassung
Siegburg. Am zwölften Spieltag war es soweit. Die beeindruckende Serie des SV Rot Weiß Merl von elf Spielen ohne Niederlage fand beim Auswärtsspiel in Siegburg ihr Ende. In einem zerfahrenen Spiel unterlag die Mannschaft von Trainer Jonny Susa der zweiten Mannschaft des Siegburger SV mit 0:2.
Dabei sah es zunächst gar nicht so schlecht aus für Merl. Wie in fast jedem Spiel ließ man im ersten Spielabschnitt fast gar keine Chance zu und kam von Minute zu Minute selbst besser in Spiel. Auch wenn es 25. Minute dauerte, bis es zur ersten gefährlichen Aktion für die Merler kam, wurde man für die Geduld fast belohnt. Der Schiedsrichter erkannte aber einen Treffer von Julian Hilberath wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht an. Nur fünf Minuten später legte Julian Hilberath den Ball im Strafraum zu Giovanni Heep quer. Der konnte den Ball aber aus kurzer Distanz nicht im Tor unterbringen. Das war es auch schon, was die erste Halbzeit zu bieten hatte.
Aus der Kabine kam Merl mit etwas mehr Schwung. In den ersten Minuten der zweiten Halbzeit setzte man Siegburg stark unter Druck. Julian Hilberath verpasste eine Hereingabe von Giovanni Hepp nur knapp. Jan Leiendecker köpfte einen Ball nach einer Ecke über das Tor. Shpetim Gerguri fand bei einem seiner Vorstöße keinen Abnehmer. In die Merler Druckphase dann aber der Gegentreffer (61. Minute). Nach einem Foul im Mittelfeld verpasste es Merl, einen von Siegburg schnell ausgeführten Freistoß zu verhindern. Der eingewechselte Siegburger Anas Elaisaouaali nahm den Ball auf und traf mit einen Traumtor aus 25 Metern in den Winkel zum 1:0. Danach verpasste es Merl kontrolliert weiter zu spielen und agierte fast nur noch mit langen Bällen. Diese waren für die großgewachsenen Siegburger Innenverteidigung leichte Beute. In der Schlussphase war Merl, wenn nur noch durch Standardsituationen gefährlich. Die gefährlichste Situation resultierte aus der 85. Minute. Als Ali Tastekin einen Freistoß aus dem Halbfeld mit dem Kopf ans Lattenkreuz setzte und der Nachschuss von Jan Leiendecker auf der Linie geklärt wurde. In der letzten Minute rückte dann sogar Torwart Alex Gorr bei einem Freistoß mit nach vorne.
Dieser Ausflug wurde von den Siegburgern genutzt und Andreas Grottens traf fast von der Mittellinie ins leere Tor zum 2:0-Endstand. Trainer Jonny Susa nahm die erste Saisonniederlage mit Fassung: „ Klar hätten wir unsere Serie gerne ausgebaut, aber heute sollte es einfach nicht sein. Wir haben schon schlechtere Leistungen gezeigt und gewonnen. Jetzt müssen wir beweisen, dass wir auch mit einem negativen Ergebnis umgehen können.“
